30. Dezember 2014

Left Behind

© KSM

Regie: Vic Armstrong
Land / Jahr: USA 2014












Ohne Vorwarnung verschwinden überall auf der Welt Millionen von Menschen. Was auf den ersten Blick keinen Sinn ergibt, stellt sich als wahrgewordene evangelikalische Prophezeiung heraus. Zudem steht Pilot Rayford Steele (Nicolas Cage) vor der schwierigen Aufgabe seinen Flieger sicher zu landen.
Nicolas Cage hat sich in den letzten Jahren als nicht besonders wählerisch bewiesen, was die Auswahl seiner Rollen anbelangt. Wenn die Kohle stimmt, dann ist der Oscarpreisträger zu jedem noch so schlechten Film bereit. Der Weltuntergangs-"Thriller" "Left Behind" wird aber sogar Zuschauer, die nichts erwarten, noch überraschen.
Im ersten Drittel von "Left Behind" plätschert die heile Welt vor sich hin. Untermalt mit Klängen, die sich wie gemafreie Musik aus dem Fahrstuhl anhören begleitet man Chloe Steele (Cassi Thomson), eine Studentin, die ihre Familie besuchen will und ihren Vater Rayford (Nicolas Cage), einen Flugkapitän, der unerwartet einen Flug nach London übernehmen muss.
Es gilt vor allem die ersten 40 Minuten an schwachsinnigen Dialogen und einer lächerlichen Inszenierung durchzuhalten, denn erst dann ist Schluss mit guter Stimmung. Denn plötzlich verschwinden Menschen - vor allem Kinder - ohne jede Spur. Selbst dann weiß der Zuschauer noch nicht, worum es überhaupt geht in "Left Behind". Als dann aber die "Lösung" des Rätsels präsentiert wird, ist das Staunen groß. In diesem grenzdebilen Religions-Mystery-Action-Verschnitt entschied man sich für die schlecht möglichste Begründung für das Verschwinden.
Aber selbst als alles klar ist und man sich etwa in der Mitte des Filmes befindet, muss ja noch etwas passieren. Spannung muss her. Kein Problem, denn glücklicherweise fliegt Nicolas Cage gerade ein Flugzeug. Und dem Flieger könnte der Treibstoff ausgehen. Und es könnten noch weitere fadenscheinige Probleme auftauchen. Und es stellt sich die Frage: Schafft Nicolas Cage es, trotz der widrigen Bedingungen das Flugzeug zu landen?
"Left Behind" ist unter den schlechten Nicolas-Cage-Filmen noch mit riesigem Abstand der schlechteste. Vielleicht sogar der schlechteste Film des Jahres 2014. Die Sinnlosigkeit der kaum vorhanden Story ist erschütternd. Die Optik wirkt wie die Folge einer billigen TV-Serie. Das Drehbuch, die Regie und alle technischen Departments leisten grauenhafte Arbeit. Wie kann man 16 Millionen Dollar für so einen Schwachsinn verschwenden? Gegen "Left Behind" wirkt der Scientology-Blödsinn "Battlefield Earth" wie eine naturwissenschaftliche Doktorarbeit.

Fazit: 15 %

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