8. Dezember 2014

Liberace - Zuviel des Guten ist wundervoll

© DCM

Regie: Steven Soderbergh
Land / Jahr: USA 2013












Scott Thorson (Matt Damon) ist ein einfacher Junge vom Land, als er den Superstar Liberace (Michael Douglas) trifft. Zwischen den beiden entfacht eine unbändige Liebesbeziehung, die sie vor der Allgemeinheit geheim halten. Doch Scott verfällt immer mehr den Drogen und Liberace sucht auch mit anderen Männern sein Vergnügen.

Hoher Preis für Glanz und Glamour
Wir begleiten Scott bei seinem ersten Treffen mit Liberace, der zu diesem Zeitpunkt schon im Zenit seines Schaffens steht. Liberace ist ein Megastar, Scott ein unerfahrener junger Mann. Zwischen den beiden Männern entwickelt sich eine innige Beziehung, bei der Scott in den Genuss von Glanz und Glamour kommt, dafür aber auch einen hohen Preis zahlen muss.
Regisseur Steven Soderbergh versteht es dabei mit einer gewissen Ironie auf die zahlreichen Schönheitsoperationen der beiden Hauptfiguren zu blicken. Liberace erhofft sich einen ewig jungen Look, Scott soll so aussehen wie Liberace selbst. Doch nicht nur die zweifelhaften Beauty-OPs bekommen ihr Fett weg, auch die ewige Furcht, die Homosexualität könnte enttarnt werden verfolgt die beiden Männer.
Wer sich darüber amüsiert, auf welche Art und Weise die homosexuelle Beziehung versteckt werden musste, der sollte darüber informiert sein, dass kein Hollywood-Studio die Geschichte verfilmen wollte - sie wurde als "zu schwul" von den Studios abgelehnt. Erst der Fernsehsender HBO machte das Werk möglich.

Ausschweifende Kostüme
Besonders herausragend an diesem ungewöhnlichen Bio-Pic sind aber die beiden Darsteller, Michael Douglas und Matt Damon, sowie die fabelhafte Ausstattung und die Kostüme. Douglas und Damon harmonieren perfekt, es ist eine Wonne ihr Spiel anzusehen. Die ausschweifenden Kostüme, das tolle Make-Up und die prunkvollen Requisiten runden die Illusion ab.
"Liberace - Zuviel des Guten ist wundervoll" ist ein interessantes Drama mit einem adäquaten komödiantischen Anstrich. Douglas und Damon liefern grandiose Performances ab, sodass diese Künstlerbiografie ein überaus gelungenes Zeitportrait ist. Wenn der Film doch nur ein paar zähe Passagen weniger hätte . . .

Fazit: 75 %

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