13. Januar 2015

96 Hours - Taken 3

© Universum

Regie: Olivier Megaton
Land / Jahr: Frankreich 2014












Bryan Mills (Liam Neeson) findet seine Ex-Frau tot in seinem eigenen Bett. Die Polizei hält ihn für den Mörder. Auf eigene Faust muss er beweisen, dass er unschuldig ist und dahinter kommen, wer in Wahrheit für den Tod seiner Ex-Frau verantwortlich ist.
"Taken" hieß der erste Teil in den USA, weil Liam Neesons Filmtochter gekidnappt wurde und er sie befreien musste. Doch entführt wird hier niemand. "96 Hours" hieß Teil eins, weil er für diese Befreiung nur vier Tage Zeit hatte. Auch das ist in diesem dritten Ableger der Reihe nicht der Fall. Nur ein Blick auf diese Fakten reicht um zu wissen: Hier will jemand mit einem Erfolgstitel die schnelle Kohle machen.
Und so ist es dann natürlich auch. Ausgestattet mit einem desaströsen Drehbuch vom berühmten Luc Besson, der sich immer mehr mit Zelluloid-Schmutz befleckt, verbricht Olivier Megaton ein Actionvehikel der billigsten Sorte. Bis ins Lächerliche übertrieben Actionszenen, die kein Mensch überleben kann, wie den (beabsichtigten!) Fall mit einem Auto einen Fahrstuhlschacht hinab sind einfach nur ärgerlich, dümmlich und nehmen dem Film jegliche Spannung. Bryan Mills ist unsterblich. Es wird nicht einmal versucht Spannung dadurch zu erzeugen, seinen Tod möglich erscheinen zu lassen.
Seine Gegner hingegen sterben aus Coolness. Der eine will nichts verraten und drückt die Waffe selbst ab, die Mills ihm an den Kopf hält. Boah, was ein cooler Typ - Hat er nur nichts von. Der nächste sagt selbst, dass er den Tod verdient habe und bittet Mills ihn zu töten. Völlig unglaubwürdig, absurd pseudo-cool und einfach nur ärgerlich. Am Ende kann Mills dann auch wieder lachen. Scheiß auf die tote Ex-Frau, die er immer noch liebt. Hauptsache die Killerhorden umgelegt.
Bämm - Bämm - Bämm - Bämm - inszeniert Megaton. Drei Schnitte in einer Sekunde verschleiern alles. Man sieht eigentlich nichts. Das und die atmosphärische Musik verleihen dem Film ordentlich Schwung - zugegeben. Aber wo es "96 Hours - Taken 3" an Langeweile fehlt, das macht er locker mit Verärgerung und Kopfschütteln wieder wett.
Der dritte "Taken"-Teil ist mit einer völlig unoriginellen Klischee-Story verflucht. Megaton hat es geschafft, wirklich jeden Aspekt stereotyp erscheinen zu lassen. Der ideenlose 08/15-Regisseur hat einen weiteren Film versaut, aus dem jeder andere zumindest hirnlose Durchschnitts-Unterhaltung gemacht hätte. "96 Hours - Taken 3" ist allerdings nur hirnlos.

Fazit: 30 %

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