1. Februar 2015

Imitation Game, The - Ein streng geheimes Leben

© Square One

Regie: Morten Tyldum
Land / Jahr: Großbritannien, USA 2014












Um den Nazis einen Schritt voraus zu sein, will der MI6 die Verschlüsselungsmaschine Enigma dechiffrieren. Darauf werden die besten Mathematiker des Landes zusammen mit dem Eigenbrötler Alan Turing (Benedict Cumberbatch) angesetzt. Doch der arrogante Alan hat noch andere Probleme.
Schaffen es die Mathematiker rechtzeitig, den Code zu entschlüsseln? Gibt es ein spannendes Finale mit einer zeitlichen Punktlandung? Man könnte den Eindruck haben, als sei dieser Historien-Thriller nur um den Moment herum konstruiert, in dem Alan und seine Kollegen "Heureka!" rufen und die Lösung präsentieren.
Dem ist aber nicht so. Das Knacken der Enigma-Maschine ist nur einer von zwei zentralen Aspekte des Filmes. Der andere ist die ungewöhnliche Psyche der Hauptfigur: Alan Turning. Fabelhaft verkörpert von Benedict Cumberbatch, der wiedermal den Eindruck erzeugt, er könne alles spielen. Er ziert sich nicht den Exzentriker als sturen und gleichzeitig arg gebrochenen Mann zu spielen, dessen Hauptmakel gerade in den 40er Jahren ein großes Problem darstellt.
Gespart wurde in "The Imitation Game - Ein streng geheimes Leben" vor allem mit Kriegsszenen, die nur in sehr kurzen Montagen einen Eindruck von den Geschehnissen auf den Schlachtfeldern vermitteln. Dann kehrt Regisseur Morten Tyldum aber direkt wieder zu seinen sehr interessanten Figuren zurück.
Der Spionage-Thriller "The Imitation Game - Ein streng geheimes Leben" ist wesentlich mehr Charakterstudie als man es vielleicht annehmen mag. Und das war eine ziemlich weise Entscheidung, liefert die Handlung nicht allzu viele Wendungen, um sich nur auf seine Thriller-Momente zu stützen. Mittelpunkt des Filmes sind die Darsteller, die allesamt eine sehr gute, im Falle von Benedict Cumberbatch und dem weiblichen Korrektiv Keira Knightley sogar ausgezeichnete, Leistung abliefern.

Fazit: 75 %

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen