4. Februar 2015

John Wick

© StudioCanal

Regie: Chad Stahelski
Land / Jahr: USA, Kanada, China 2014












Von seiner toten Ehefrau ist John Wick (Keanu Reeves) nichts mehr geblieben als ein paar Erinnerungen und der kleine Hund. Als russische Gangster ihn halbtot prügeln, machen sie einen großen Fehler. Denn John Wick ist ehemaliger Auftragskiller und macht von nun an Jagd auf seine Peiniger.
Keanu Reeves hat schon lange keinen guten Film mehr gemacht - Und das ist in Anbetracht von Werken wie "Der Tag, an dem die Erde stillstand", "Man of Tai Chi" oder "47 Ronin" noch nett ausgedrückt. Er ist mittlerweile zu einem ähnlichen heißen Eisen geworde wie Oscargewinner Nicolas Cage, den auch niemand mehr in seinen teuren Blockbustern haben will.
Mit "John Wick" ist ein unerwarteter Glücksgriff gelungen. Und nicht nur für Keanu Reeves, sondern auch für Regisseur Chad Stahelski, der es schafft aus dem gefallenen Helden wieder einen echten Actionstar zu machen. Ein düsterer Rächer, vor dem selbst die übelsten Mafiagangster so richtig Angst haben.
Nach einem kurzen Anlauf kommt John in Fahrt. Es sind seine Fähigkeiten, die ihn so verdammt gefährlich machen. Leider hat John allerdings an vielen Situationen auch einfach eine Menge Glück, dass ihn die eine oder andere Kugel verfehlt. Aber damit muss man heutzutage in amerikanischen Actionfilmen bedauerlicherweise immer rechnen.
Natürlich ist die Handlung kein Geniestreich. Es gibt nur wenig gute Ideen und keinen tollen Twist, sondern schlicht und ergreifend eine gradlinige Hetzjagd auf eine russiche Gangsterhorde. Man stelle sich das einmal vor: Alle Bösen sind durch und durch negativ und haben alle die gleiche Nationalität. Da würden die Sittenwächter in Deutschland auf die Barrikaden gehen. Im US-Kino ist das aber Gang und Gebe. Mit den Russen darf man das machen.
"John Wick" ist ein knallharter und unerwartet gelungener, wenn auch kaum innovativer Actionfilm. Keanu Reeves macht sich die Hände schmutzig und manchmal wird es schon ziemlich blutig. Seine Gegner werden nicht nur erschossen, immer wieder richtet John Wick auf dem Boden liegende, wehrlose Feinde mit einem Kopfschuss regelrecht hin. Hohes Tempo und eine düstere Atmosphäre machen "John Wick" unterhaltsam. Was aber fehlt ist das Besondere.

Fazit: 65 %

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