15. Februar 2015

Keine gute Tat

© Sony Pictures

Regie: Sam Miller
Land / Jahr: USA 2014












Colin (Idris Elba) sitzt im Gefängnis und hofft, endlich auf Bewährung rauszukommen. Doch der Antrag wird abgelehnt. Auf dem Weg zurück in die Zelle gelingt dem mutmaßlichen Schwerverbrecher die Flucht. Mit einer Lüge verschafft er sich Zugang zu dem Haus von Terry (Taraji P. Henson).
Da ist er wieder, der böse schwarze Mann! Die einzige Überraschung dieses platten und unintelligenten Thrillers gibt es direkt am Anfang. Denn zum Start, bei der Bewährungsanhörung denkt man noch: Colin ist unschuldig. Er wird sich auf eigene Faust befreien und seine Unschuld beweisen. Doch mit diesem Klischee wird schnell gebrochen, denn Golden-Globe-Gewinner Idris Elba spielt einen gnadenlosen Killer.
Dem Film geht es nur darum, zu zeigen, wie Colin die freundliche Mutter Terry schamlos ausnutzt. Logik bleibt dabei außen vor. Denn der Flüchtige wird trotz der spektakulären Flucht nicht ernthaft von der Polizei gesucht und schon gar nicht bei seiner (Ex-)Freundin Alexis (Kate Del Castillo), der er während seines Gefängnisaufenthaltes zahlreiche Briefe schrieb. Nicht besonders clever. . .
Nach der halbstündigen Einführung in die Geschichte und alle Figuren darf man Elba dabei zusehen, wie er einen extrem gandenlosen, aber trotzdem kaum angsteinflössenden Mörder spielt, der eine junge Mutter terrorisiert. Diese bekommt zwischendurch noch Besuch von ihrer lüsternen, blonden Freundin, die den fremden Mann mit billigen Sprüchen verführen will. Man darf sich auf Dialoge freuen, die wahrscheinlich aus einem Pornofilm entlehnt wurden.
Ohnehin sind alle Figuren ganz platte und sterotype Abziehbilder von echten Menschen. Der Film präsentiert derart unoriginelle Charaktere, dass er schon wie ein echter Trash-Film aus dem 70ern wirkt - und Idris Elba ist der neue Yaphet Kotto.
"Keine gute Tat" ist nicht spannungslos und auch nicht langweilig, aber wenn es etwas gibt, was diesen Film wirklich prägt, dann sind es seine dämlichen Figuren und die schwachsinnige Handlung. Wieso sich Idris Elba für diesen Blödsinn hingegeben hat und wie dieser belanglose Thriller 13,2 Millionen Dollar kosten konnte, das wird wohl niemand verstehen. Ein vollkommen überflüssiger Film.

Fazit: 30 %

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