26. Februar 2015

Signal, The

© Capelight

Regie: William Eubank
Land / Jahr: USA 2014












Die MIT-Studenten Nic (Brenton Thwaites) und Jonah (Beau Knapp) wollen eigentlich nur Nics Freundin Hailey (Olivia Cooke) zur Uni bringen, als sie einen verfeindeten Hacker auf ihrem Weg orten können. Doch der Besuch bei dem Computergenie lässt die Freunde in einem mysteriösen Labor mitten in der Wüste aufwachen.
Der Low-Budget-Streifen "The Signal", dem man seine für US-Verhältnisse mickrigen Kosten von nur zwei Millionen Dollar keineswegs ansieht, beginnt verheißungsvoll. Erzählt wird die Geschichte dreier Freunde, die aus purer Euphorie einem Signal nachgehen und sich plötzlich in Gefangenschaft wiederfinden. Die ersten Hälfte des Filmes ist sehr atmosphärisch und stellt jede Menge Fragen, die der Zuschauer beantwortet haben möchte.
Doch der Bruch nach etwa der Hälfte der Filmes ist weniger gelungen. Denn aus dem ruhigen, aber spannenden Science-Fiction-Thriller wird eine krude Action-Fantasy-Mischung, die stellenweise wie "Chronicle" anmutet - nur ohne dessen Qualität. Teilweise werden auch Erinnerungen an die bizarren japanischen Cyberpunk-Filme der "Tetsuo"-Reihe oder "Akira" wach. Körpermodifikationen vom Feinsten stehen auf dem Programm.
Dieser unnötige Geschwindigkeitsschub in der Erzählstruktur ist wirklich ärgerlich, obwohl die damit einhergehenden Ereignisse keineswegs schlecht oder langweilig sind. Doch es ist wenig verständlich warum Jungregisseur William Eubank die Atmosphäre, die er sich mühevoll aufgebaut hat plötzlich für ein paar Actionszenen opfert.
"The Signal" ist ein interessanter Film, allein schon wegen der Tatsache, dass er anders ist. Wenn ab der Hälfte dann aber noch weitere Filmgenres untergemischt werden, dann ist das ein ganz klassischer Fall von "zuviel gewollt". Das knappe Budget hätte man mit Sicherheit besser einsetzen können als für ein paar Spezialeffekte - auch wenn sie mehr als ordentlich gemacht sind.

Fazit: 60 %

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