18. Februar 2015

Vaterfreuden

© Warner

Regie: Matthias Schweighöfer
Land / Jahr: Deutschland 2014












Felix (Matthias Schweighöfer) möchte gar keine Kinder, verdient sich aber trotzdem als Samenspender ein kleines Taschengeld dazu. Als ihm ein gefräßiges Frettchen allerdings die Familienjuwelen annagt und ihn somit zeugungsunfähig macht, stellt er der Moderation Maren (Isabell Polak) nach, die er für die Empfängerin seiner Gaben hält.
Regiearbeit Nummer drei von Matthias Schweighöfer erinnert von seiner Grundstruktur stark an Film Nummer eins ("What a Man") und Film Nummer zwei ("Schlussmacher"). Das Erfreuliche zuerst: Im Vergleich mit seinem "Schlussmacher" ist "Vaterfreuden" ein wahrer Meilenstein Kinogeschichte geworden.
Es gibt zwar wiedereinmal eine alberne und logisch durchlöcherte Schnulzenhandlung, die trotz vieler Abwegigkeiten einfach zu durchschauen ist, aber wenigstens bietet Herr Schweighöfer diesmal wesentlich weniger geschmackliche Entgleisungen. Sicher, es gibt da diese Szene der Entmannung durch ein Nagetier, aber im Großen und Ganzen war es dass dann auch schon mit Genitalhumor. Der Rest ist nahezu familienfreundlich und wenn auch nur selten witzig, wenigstens mit einer positiven Atmosphäre durchzogen.
In einer Beziehung hat es Schweighöfer aber dennoch geschafft sogar noch den "Schlussmacher" zu unterbieten. War Milan Peschel als sein Zwangsfreund schon nervig und schwer erträglich, so treibt es bei "Vaterfreuden" Filmbruder Friedrich Mücke als Henne auf den Gipfel. Die völlig überzogene, zeichentrickartige Figur nervt allein durch ihre Präsenz. Henne meint es zwar immer gut, seine Ideen sind aber dumm. Die Szene in der er sich selbst als Paket verschickt tritt die Intelligenz des Zuschauers mit Füßen.
Solange sogar die Regiearbeiten von Matthias Schweighöfer Geld einspielen wird er wohl nie aufhören, den Zuschauer mit seinen kindischen Werken zu belästigen. Wenigstens ist sein dritter Fehltritt aber erträglicher als "Schlussmacher".

Fazit: 35 %

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