19. März 2015

Love, Rosie - Für immer vielleicht

© Constantin

Regie: Christian Ditter
Land / Jahr: Großbritannien, Deutschland 2014












Rosie (Lily Collins) und Alex (Sam Claflin) sind schon seit ihrer Kindheit vernarrt ineinander. Doch keiner weiß von dem anderen, dass da mehr ist, als nur Freundschaft. Und immer wenn es mal ernst werden könnte zwischen den beiden, stellen sich ihnen unüberwindbare Hürden in den Weg.
"P.S. Ich Liebe Dich" war eine positive Überraschung, getarnt als dicker Hollywood-Film mit einem Budget von 30 Millionen Euro. Erstaunlicherweise sicherten sich die Produzenten trotz des guten Einspielergebnisses nicht die Rechte an dem zweiten Buch der irischen Bestseller-Autorin Cecelia Ahern.
Um dessen Verfilmung kümmerte sich Constantin-Film und setzte auf den Regiestuhl den Deutschen Christian Ditter, der mit heiteren Kinderfilmen wie "Wickie auf großer Fahrt" und den ersten beiden Teilen von "Vorstadtkrokodile" die Kassen klingeln ließ, ohne dabei wirklich tolle Filme abzuliefern. Die übliche deutsche Kost an vorpubertären Abenteuern.
Um erstaunlicher ist es, was Ditter dann in mit der auf Englisch und in Kanada und Irland gedrehten Roman-Adaption abliefert. "Love, Rosie - Für immer vielleicht" ist besser als viele andere Vertreter des Romantic-Comedy Genres und sogar besser als der sehr beachtliche "P.S. Ich Liebe Dich". Getragen wird der Film vor allem von seiner charmant spielenden Lily Collins, die es schafft, dass der Zuschauer mit ihr leidet und mit ihr hofft.
Die Waage schlägt dabei stark Richtung Romanze und nur sehr seicht für das Komödienfach aus. Das wirkt manchmal etwas unausgegoren, hat aber auch seine Gründe. Denn für allzu viel Heiterkei sind die Themen und Probleme manchmal auch ein wenig zu ernst, wenn Rosies Zukunftspläne vor allem durch die ungewollte Schwangerschaft gehörig durchkreuzt werden.
Und obwohl Rosies Steine auf ihrem Lebensweg bei weitem nicht so gekünstelt und konstruiert sind wie in einer Nicolas-Sparks-Geschichte hat "Love, Rosie - Für immer vielleicht" auch eine gehörige Portion Kitsch und Mädchenhaftes an sich. Die Mischung stimmt und hält bei Laune. Ditters Umsetzung der Liebesgeschichte, die immer wieder zerbricht, bevor sie überhaupt entstehen kann, ist sogar für Leute, die ansonsten nichts mit dem Genre anfangen können nette Unterhaltung.

Fazit: 65 %

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen