29. März 2015

Seventh Son

© Universal Pictures

Regie: Sergey Bodrov
Land / Jahr: USA, Großbritannien, Kanada, China 2014











Master Gregory (Jeff Bridges) braucht einen neuen Lehrling. Dieser muss allerdings der siebte Sohn eines siebten Sohnes sein, um ihm bei der Jagd nach der bösartigen Hexe Mutter Malkin (Julianne Moore) zu helfen.
Schon die legendären Hart-Metaller von "Iron Maiden" sangen von dem Auserwählten, dem "seventh son of a seventh son", dem eine besondere Kraft innewohnen soll. Eben mit dieser Kraft soll auch der zierliche Tom Ward, gespielt von Ben Barnes, seinem neuen Meister Gregory hilfreich sein, bei dessen Monster-, Dämonen- und Hexenjagd.
Die beste Verpflichtung für diesen Fantasy-Trip ist mit Oscarpreisträger Jeff Bridges gelungen. Seine Figur, die eingeleitet wird als der Drunken Master, der trotz eines ungewöhnlich hohen Alkoholpegels jeden Ritter locker mit einem Bierkrug verkloppen kann, hat ein bisschen was von einem gebrochenen Säufer und einem weisen Meister. Er ist der einzige, der wenigstens ein bisschen schauspielerische Details in seine Rolle einbringt. Der Rest sind einfach nur die üblichen Abziehbildchen. Allen voran die Klischee-Hexe, die einfach nur böse ist, um des Bösen willen.
Die Fantasy-Action kommt in diesem inhaltlich uninnovativen, aber immerhin atmosphärischen Hexen-Killer-Film erstaunlich brutal daher. Es ist nicht so, dass in "Seventh Son" eimerweise mit Filmblut rumgesaut würde, aber brennende Menschen oder von Dämonen besessene Kinder sind für eine Freigabe ab zwölf Jahren verhältnismäßig an der Grenze. Auch die mitunter schon fast horrorfilmhafte Atmosphäre verstärken das Ganze noch.
Ansonsten ist natürlich viel animiert. Wieso soll sich auch jemand Mühe geben, alles künstlerisch herzustellen, wenn ein Budget von 95 Milionen Dollar zur Verfügung steht, mit dem man einfach jede Kreatur seelenlos im Computer erschaffen kann. Und da animierte Sequenzen sowieso einfacher zu filmen sind, gibt es noch jede Menge überflüssiger Proll-Zeitlupen.
Filmisch ist dieser siebte Sohn definitiv nicht die Offenbarung, aber wer sich mit 08/15-Figuren in einer gänzlich einfallslosen Handlung arrangieren kann, der wird auf anspruchslose Art und Weise mit einer zügigen Inszenierung, ein paar netten Sprüchen seitens Master Gregory und düsterer Atmosphäre unterhalten. Immerhin.

Fazit: 45 %

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