9. März 2015

Veronica Mars

© Warner

Regie: Rob Thomas
Land / Jahr: USA 2014












Veronica Mars (Kristen Bell) hat das Leben als Kleinstadt-Detektivin im Dienste ihres Vaters aufgegeben und ist nun erfolgreiche Großstadt-Anwältin. Als ihr Ex-Freund Logan (Jason Dohring) jedoch eines Morders bezichtet wird, macht sich Veronica auf den Weg zurück in ihre Heimat, um der Sache auf den Grund zu gehen.
"Veronica Mars" war als TV-Serie zwar ziemlich beliebt, für einen Kino-Ableger reichte es aber doch nicht mit dem Ruhm. Kein Problem, denn mittels Crowdfunding kamen innerhalb kürzester Zeit die nötigen Millionen aus den Portemonnaies der Fangemeinschaft zusammen. Zwei Millionen Dollar waren das Ziel, gut 5,7 Millionen wurden gespendet. Sechs Jahre nachdem die Serie abgesetzt wurde fiel die erste Klappe für den Spielfilm.
Und der braucht sich nicht zu verstecken. Veronica ist immer noch die hübsche Blondine, die einiges im Köpfchen hat und um keinen kessen Spruch verlegen ist. Gerade hier weiß das Drehbuch zu gefallen, denn die Dialoge sind allesamt frech, frisch und trotz der eigentlich ernsten Geschichte auch fröhlich. Dieser gewisse Charme Veronicas zündet wieder.
Hinter all dem Wiedersehen mit alten Freunden und Feinden, das in dem Klassentreffen gipfelt, steckt zwar eine ganz nette Kriminalgeschichte, doch die ist eher zweitrangig und plätschert oftmals nur vor sich hin. Im Mittelpunkt stehen meistens nicht die Geschehnisse, sondern die Zwischenmenschlichkeiten. Ein "Veronica Mars"-Film, der von den Fans bezahlt wurde, soll eben auch für die Fans sein und alle Figuren zusammenbringen, die sie aus der Serie kennen. Manchmal kommt dabei das Gefühl auf, man habe regelrecht eine Checkliste abgearbeitet.
Unter dem Strich ist ein wirklich unterhaltsamer Kleinstadt-Krimi mit einer tollen Hauptdarstellerin herausgekommen. Veronicas Aufeinandertreffen mit alten Bekannten sind zwar für Insider wesentlich prickelnder, als für Leute, die die Staffeln nicht kennen. Doch auch Unkundige merken schnell, worin die Stärken und der Charme der einstigen kleinen Kult-Serie liegen - und das ist definitiv nicht die mittelprächtige Kriminal-Handlung, die nur als eine Art hitchcockscher McGuffin herhalten muss.

Fazit: 60 %

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