30. März 2015

Wie in alten Zeiten

© Square One

Regie: Joel Hopkins
Land / Jahr: Frankreich 2013












Richard (Pierce Brosnan) hat ein dickes Problem, denn ein skrupelloser französischer Investor hat seine Firma gekauft und in den Bankrott geführt. Um sich zu rächen, muss er sich mit seiner Exfrau Kate (Emma Thompson) verbünden. Der Plan: Der Zukünftigen des Pleitefranzosen einen zehn Millionen Euro teuren Diamanten klauen.
Wie eine solch dümmliche Story durchgewunken wird, ist wirklich unverständlich. Die Geschichte ist an den Haaren herbeigezogen, da fällt es schon schwer zu glauben, dass sich das ein erwachsener Mensch ausgedacht haben soll.
Umso schlimmer ist da noch: Autorenfilmer Joel Hopkins schafft es noch nicht einmal sein fragiles Logikkonstrukt mit tollen Gags auszuschmücken. Gute Lacher sind in "Wie in alten Zeiten" ebenso rar gesät wie die fetten Klunker, auf die Richard und Kate es abgesehen haben. Womit der talentfreie Joel Hopkins seine primitive Geschichte aufpeppen will ist eine Situationskomik, die eventuell noch Kinder begeistern könnte. Vier erwachsene Menschen ziehen sich bei bestem Sonnenschein schwarze Taucheranzüge an und laufen damit in Zeitlupe über den Strand. Das soll witzig sein? Wer sich darüber freut, dem wird bestimmt auch die Szene gefallen, in der die beiden "Helden" im roten Kleinwagen ein paar Treppenstufen hinunter fahren.
Und dann noch die Handlung. Um sich für eine unmoralische, aber juristisch korrekte Handlung zu rächen, will das Duo Brosnan/Thompson einen Diebstahl begehen. Inklusive Körperverletzung, Kidnapping, Einbruch, Betrug und allem was sonst noch dazu gehört. Und was sagen ihre Freunde dazu? Die sind natürlich sofort dabei, denn der Schwachsinn kennt hier keine Grenzen.
Es gibt einen guten Grund, warum Joel Hopkins nur alle fünf Jahre einen Film in die Kino bringt und es in Deutschland sogar nur in die Heimkinos schaffte. Denn seine Werke sind primitiv, dumm und klischeehaft. Die Handlung von "Wie in alten Zeiten" ist ein Witz, funktioniert sogar noch nicht einmal als Ausrede für gute Unterhaltung. Hopkins ist so stilunsicher, dass er sich, sollte ihm demnächst weitere Fehltritte wie dieser gelingen, den Titel als "Michael Bay der Komödien" erarbeiten könnte. Das er das Publikum aber noch öfter mit Werken wie diesem terrorisieren kann, ist glücklicherweise unwahrscheinlich, denn "Wie in alten Zeiten" spielte in den Staaten gerade einmal 300.000 Dollar ein. Für diesen Betrag wird Pierce Brosnan wahrscheinlich noch nicht einmal das Drehbuch gelesen haben.

Fazit: 20 %

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