7. April 2015

Boy next Door, The

© Universal Pictures

Regie: Rob Cohen
Land / Jahr: USA 2015












Die alleinerziehende Lehrerin Claire Peterson (Jennifer Lopez) lebt zusammen mit ihrem Sohn Kevin (Ian Nelson) ein zufriedenes Leben, als nebenan der gutaussehender Noah Sandborn (Ryan Guzman) einzieht. Nach einer stürmischen gemeinsamen Liebesnacht spricht Claire von einem Ausrutscher. Doch Noah beginnt sie zu stalken.
Würde Alfred Hitchcock diesen Thriller sehen, würde er auf der Stelle an einem Herzinfarkt sterben - aber nicht vor Spannung. "The Boy next Door" bedient sich den Techniken des Thrillergenres, allerdings auf eine ziemliche plumpe Weise. Wenn dass Aufschließen einer Schultür oder das Hämmern gegen eine Haustür als Suspense-Momente inszeniert werden, dann kann die grobe und banale Art von Regisseur Rob Cohen fast schon zum Lachen anregen. Cohen versteht sein Handwerk wirklich nicht.
Zweiter großer Problempunkt sind die Darsteller und sogar noch mehr ihre Figuren. Ein Film mit Jennifer Lopez in der Hauptrolle kann einfach nicht gut werden. Aber das sie eine Lehrerin für klassische Literatur spielt, die sich von einem Schüler terrorisieren lässt, kann ihr einfach niemand abnehmen. Schlimmer sind da nur noch ihre nuttige Freundin Vicky Lansing (Kristin Chenoweth), die tatsächlich die  stellvertretende Rektorin der Schule sein soll und vor allem Super-Stalker Noah. Um dessen Figur des jungen Erwachsenen, der gleichzeitig noch ein paar Schuljahre zu absolvieren hat, zusammenzuschustern, wurde einiges an Logik so zurecht gebogen, bis es passte.
Es gibt da einige Regisseure, die mit einer besseren Cast und ein paar Änderungen im Drehbuch einen sehr ordentlichen Thriller aus "The Boy next Door" gemacht hätten, aber mit Jennifer Lopez in der Hauptrolle war das Projekt von vornherein zum Scheitern verurteilt. Wie immer riecht es billig, wenn Lopez ihre miesen Mimiken im Spiel hat. Aufgrund des hohen Tempos kommt wenigstens kaum Langeweile auf, dafür ist "The Boy next Door" aber an mehreren Stellen unfreiwillig komisch und niemals wirklich spannend. Das können die Produzenten definitiv nicht gewollt haben.

Fazit: 35 %

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