8. April 2015

Mercy

© Universal

Regie: Peter Cornwell
Land / Jahr: USA 2014












George (Chandler Riggs) fährt mit seinem Bruder Buddy (Joel Courtney) und seiner Mutter Rebecca (Frances O'Connor) ihre geliebte, aber unter starkem Beruhigungsmitteln stehende Oma Mercy (Shirley Knight) auf dem Land besuchen. Während des Besuches kommt George Stück für Stück hinter seine düstere Familiengeschichte.
Stephen King ist eine derart große Nummer im Horrorgeschäft, dass selbst aus seinen Kurzgeschichten abendfüllende Spielfilme gemacht werden. So auch aus "Mercy", einer Geschichte die auf Papier nur wenige Seiten umfasst. Und dieser kleine Horrorfilm wirkt letztendlich gar nicht so abgespult, wie man vermuten könnte. Regisseur Peter Cornwell ist stets bemüht, der abgedrehten Vorlage gerecht zu werden. Allerdings stößt der Filmemacher oftmals auch an seine Grenzen. Manche Schnitte wirken grob, als wenn das Material nicht mehr hergab. Das hemmt natürlich nicht nur die Geschwindigkeit des Filmes, sondern auch die mitunter sehr düstere Atmosphäre.
Lobenswert sind aber die Leistungen der Darsteller, allen voran die von Joel Courtney, der bei Drehbeginn gerade einmal 14 Jahre alt war. Davon, dass es sich bei "Mercy" nur um eine niedrig budgettierte Schauergeschichten-Adaption handelt, hat sich aber keiner der Mimen abschrecken lassen. Jeder liefert zumindest eine ordentliche bis gute Performance ab.
Kings Geschichte hat sicherlich eine Menge toller Ideen wie den zähnefletschenden Todeswolf oder das mysteriöse Buch der Tränen. Aber so ganz zusammen passt das alles nicht. "Mercy" hat an vielen Stellen einfach keine innere Logik und wirkt oftmals wie zusammengewürfelt. So als wenn der Horror-Meister sich dachte: Ach diese Idee gefällt mir so gut, irgendwie kriege ich das noch unter.
"Mercy" bietet kurzweilige und innovative Horrorunterhaltung ohne Längen, was auch daran liegt, dass die Geschichte inklusive Abspann keine 80 Minuten läuft. Und das ist auch gut so, denn so funktioniert dieser blutlose, aber schaurige Gruselfilm. Auch wenn es inhaltlich leider nicht immer möglich ist, die Handlungen der Figuren und Wendungen in der Story nachzuvollziehen.

Fazit: 50 %

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