21. April 2015

November Man, The

© Universum

Regie: Roger Donaldson
Land / Jahr: USA, Großbritannien 2014












Super-Agent Devereaux (Pierce Brosnan) bekommt den Hinweis, dass die Agentin Natalia Ulanova (Mediha Musilovic) in Russland in der Klemme steckt. Da er als einziger Retter in Frage kommt, macht er sich auf, Natalia zu befreien und beginnt, damit eine riesige Verschwörung bis tief in die CIA aufzudecken.
Stilvoll, elegant, höflich - das sind Adjektive die Pierce Brosnan und die Figuren, die er spielt, gewöhnlich beschreiben. Worte wie cool, brutal und trinkfest gehören üblicherweise nicht dazu. In "November Man" versucht Brosnan aber, im Stile eines Liam Neeson ("96 Hours"), sich als alternder Actionstar zu etablieren. Das ist ja momentan sehr modern, als zweites Standbein.
Während man es Neeson allerdings abnimmt, so würde man in Brosnans Action-Zeugnis "stets bemüht" vermerken. Man merkt ihm irgendwie an, dass er eher der Typ James Bond ist, den er ja viermal verkörpern durfte, als der des gnadenlosen Schlägers. Und zulangen muss er in diesem überdurchschnittlich blutigen Agenten-Actioner ganz ordentlich.
Inhaltlich ist der Film aber eine Mischung aus "Alles-schon-einmal-gesehen" mit einer Prise Abwegigkeiten. Gut, die Locations im ehemaligen Jugoslawien sind hier und da noch unbenutzt und frisch, aber diese typische 08/15-Rachegeschichte mit einem Mann, dem es egal ist ob er draufgeht - weil er eh nicht draufgeht - ist, als hätte man das Drehbuch mit einer Schablone und einer Checkliste für Agenten-Actionfilme zusammen gebastelt.
Die coolen Sprüche kommen nicht an, das Werk ist ziemlich humorlos und Brosnan will man einfach nicht als schmutzigen Agenten sehen. Da bringen auch die routiniert wirkende Umsetzung und das hohe Tempo nichts, vor allem weil der Drehbuch nur Aufgewärmtes aus anderen Filmen bietet. "November Man" ist durchschnittliche Actionkost mit einer dürftigen und innovationslosen Geschichte, dafür kommt er immerhin mit sehr wenig Längen aus.

Fazit: 45 %

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