4. April 2015

Zero Theorem, The

© Concorde

Regie: Terry Gilliam
Land / Jahr: USA, Großbritannien, Rumänien, Frankreich 2013











Qohen Leth (Christoph Waltz) ist der beste Mitarbeiter seiner Firma und hat nur ein Verlangen: Endlich von Zuhause aus arbeiten zu dürfen. Als ihm dieser Wunsch erfüllt wird, wird er darauf angesetzt das "Zero Theorem" zu dechiffrieren und stößt dabei an die Grenzen seiner Kraft.
Jeder halbwegs informierte Filmfan sollte beim Lesen des Namens Terry Gilliam wissen, dass er das Werk eines echten Kinokünstlers geboten bekommt. Schon alleine deswegen, weil Gilliams Handschrift nach nur wenigen Sekunden Laufzeit mehr als deutlich seine Filme dominiert und sich enorm von den Werken anderer Regisseure abhebt.
Und was man einem Gilliam definitiv nicht vorwerfen kann ist Ideenlosigkeit. Da müsste die Anklage schon eher auf: Ideenüberdosis lauten, denn der ehemalige Monty-Python-Frontmann ejakuliert seine durchgeknallten Innovationen regelrecht in seine Filme. So ist es natürlich auch bei "The Zero Theorem", einem echten Gilliam.
Doch während Werke wie "12 Monkeys", "Brazil" oder "Fear and Loathing in Las Vegas" zwar eine extrem verrückte, aber in sich logische Geschichte liefern, so beginnt sich "The Zero Theorem" nach einer Stunde Spielzeit im Kreis zu drehen. Mit der Konfrontation mit dem holden Weibe Bainsley (Mélanie Thierry) gerät die Handlung aus dem Ruder und bewegt sich kaum noch voran.
Das könnte auch daran liegen, dass selbst Gilliam keine wirklich überzeugende Lösung für seine skurrile Story eingefallen ist. Somit wirkt das letzte Drittel des Filmes fast schon wie eine Ausrede, wie ein ungeniertes Drumherumreden, um nur nicht zum Ziel kommen zu müssen.
Bunt, laut und schrill ist "The Zero Theorem", da brauchen sich Gilliam-Fans keine Sorgen machen. Doch inhaltlich kann der Film nicht mit den Erwartungen, die man an den exzentrischen Briten haben kann, mithalten. Das ist in Hinblick auf die von dem Briten geschaffenen Klassiker mitunter sehr enttäuschend. Da kann auch ein gewohnt amüsanter Christoph Waltz als durchgeknallter Protagonist nicht mehr viel dran ändern.

Fazit: 55 %

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