11. Mai 2015

Reise zum Mittelpunkt der Erde, Die

© Centfox

Regie: Henry Levin
Land / Jahr: USA 1959












Professor Oliver Lindenbrook (James Mason) bekommt von seinen Studenten einen Vulkanstein geschenkt, in dessen Inneren sich ein Geheimnis verbirgt. Einmal entziffert, offenbart sich ein Weg durch einen Vulkan auf Island, der bis zum Mittelpunkt der Erde führen soll. Der Professor, sein Student Paisley (Ben Wright), Karla (Arlene Dahl), die Frau seines Konkurrenten, und der Hüne Hans Belker (Peter Ronson) machen sich auf die gefährliche Reise.
Die sagenhaften und fantastischen Geschichten des Science-Fiction-Genies Jules Verne haben es allesamt schon in mehrfacher Ausführung auf die Leinwände geschafft: Egal ob "20.000 Meilen unter dem Meer" oder "Die Zeitmaschine", von jedem Verne-Roman gibt es eine sehr gute bis sogar ausgezeichnete Film-Variante.
Und auch von "Die Reise zum Mittelpunkt der Erde" gibt es eine Vorzeigeversion und das ist eben jene Produktion aus dem Jahre 1959 von Henry Levin. In dieser wird ein sehr ungleiches Team auf den lebensbedrohlichen Trip geschickt. Begleitet werden Professor Lindenbrook, sein Student Paisley und der isländische Dolph-Lundgren-Verschnitt Hans Belker von der Gattin eines Rivalen des Professors, die nicht einmal fünf Minuten Filmzeit braucht, um das unerwartete Ableben ihres Mannes zu verkraften.
Dafür braucht es verhältnismäßig lange, bis die Truppe nicht mehr perfekt geschminkt durch die düsteren Höhlen stapft. Und dafür, dass sie gut ein Jahr unterwegs sind, ist die Stimmung gut, die Verpflegung selten knapp, die Temperaturen mehrere hundert Kilometer unter der Erde nicht kalt und die drei kleinen Lampen reichen aus, um riesige Räume zu erhellen.
Abseits dessen ist "Die Reise zum Mittelpunkt der Erde" aber eine dieser ganz klassischen Science-Fiction-Abenteuer-Mischungen, bei denen die entsprechende Stimmung aufkommt, die heutzutage den meisten Filmen dieser Genres fehlt und die vor der CGI-Zeit irgendwie jedem dritten Regisseur spielend gelang.
Dass liegt einerseits an den wunderbar eingesetzten Farben, andererseits an dem epischen Sets. Vom Krater der Vulkanes, über die Schlucht mit den gigantischen Pilzen oder dem unterirdischen Ozean: Der Film hat wahrlich magische und einfach schön anzusehende Kulissen. Da helfen natürlich auch die Figuren, die um keinen, für damalige Zeiten sehr frechen, Spruch verlegen sind.
Henry Levins Version von Jules Vernes klassischer Geschichte ist die bis heute beste Inszenierung des Abenteuer-Klassikers. Optisch bietet der Film die Grundlage für jeden gelungenen Abenteuertrip, die Darsteller passen in ihre Rollen und wenn auch hier und da eine oder zwei Minuten hätten gekürzt werden können, kann "Die Reise zum Mittelpunkt der Erde" gut unterhalten.

Fazit: 70 %

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