5. Juni 2015

Cinderella

© Walt Disney

Regie: Kenneth Branagh
Land / Jahr: USA, Großbritannien 2015












Die gutherzige Cinderella (Lily James) wohnt mit ihren Vater, der Stiefmutter (Cate Blanchett) und deren zwei garstigen Töchter unter einem Dach. Als ihr Vater jedoch von einer Reise nicht zurückkehrt, degradiert ihre Stiefmutter sie zum Dienstmädchen. Auch am vom Prinzen ausgerufenen Ball darf sie nicht teilnehmen; doch eine Fee kommt Cinderella zu Hilfe.
Das Märchen der Cinderella, oder Aschenputtel wie sie auf Deutsch heißt, gehört zu den absoluten Klassikern aus Disneys Zeichentrickschmiede. Die Originalgeschichte wurde aber bereits im Jahre 1697 von Charles Perraults geschrieben, eine etwas abgewandelte Fassung davon gab es auch bei der berühmten Märchensammlung der Gebrüder Grimm.
Diese Neuverfilmung kann aber mit gutem Recht als Adaption von Disneys 1950-Klassiker verstanden werden. Denn zwar wird in der 2015-Realfilmversion nicht gesungen, aber ansonsten orientierte man sich streng an der Zeichentrickversion - Inklusive freundlicher Mäusehelfer und der wohlbekannten Kürbiskutsche.
Für die Regie ist kein geringerer als Kenneth Branagh verantwortlich, der eigentlich ein Fachmann für ganz andere Literaturverfilmungen ist, hat er sich doch einen Namen als moderner Laurence Olivier mit einigen Shakespeare-Adaption gemacht. Doch man kann Branagh definitiv auch ein gutes Gespür für kindliche Unterhaltung attestieren, die erfreulich selten ins Alberne ausartet; die vom wachsenden Kürbis an die Scheibe gedrückten Gesichter sind einer dieser glücklicherweise raren Momente.
Ansonsten hat "Cinderella" das, was man von der Adaption erwartet: Die gutherzige Geschichte, die mittels einer freundlichen Fee noch den richtigen Drall bekommt, bietet sowohl für jüngere als auch ältere Zuschauer nette Unterhaltung. Die moralische Komponente kommt nicht zu kurz und im Gegensatz zu "Snow White and the Huntsman" und ähnlichen Vertretern, wurde hier nicht eine Märchengeschichte auf Fantasy umgemünzt.
Kenneth Branagh erfindet "Cinderella" nicht neu und versucht auch nicht etwas anderes daraus zu machen. Seine Aufgabe war es die Strichmännchen durch echte zu ersetzen und dabei möglichst wenig von dem Charme der 1950-Version zu verlieren. Das ist ihm größtenteils gelungen - nicht mehr und nicht weniger. Und das ist auch gut so. Bibidi Babidi Bu.

Fazit: 65 %

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