17. Juni 2015

Escape from Tomorrow

© Koch Media

Regie: Randy Moore
Land / Jahr: USA 2013












Bei einem Familienausflug ins Disney World in Florida beginnt Familienvater Jim (Roy Abramsohn) den Verstand zu verlieren. Während Frau und Kinder großen Spaß haben, fühlt sich Jim verfolgt von düsteren Kreaturen und jungen Frauen.
Ohne jegliche Dreherlaubnis filmte die Crew ihre Szenen in zwei Parks: Disney World und Disneyland. Ein Horrorfilm über einen Familienvater und dessen Begegnung mit zwei minderjährigen Französinnen, das dürfte ohnehin nicht im Sinne des Mäusestudios sein, die niemals die Genehmigung für ein solch obskures Projekt erteilt hätten.
Das ist allerdings auch schon der einzige wirklich gelungene Aspekt von "Escape from Tomorrow". Der Rest gehört in die Sparte gähnende Langeweile Ohne, dass wirklich etwas passiert muss der Zuschauer minutenlange Fahrten in den unterschiedlichen Attraktionen durchhalten. Das macht den Film extrem zäh mit einigen unsäglich langweiligen Passagen. Es wirkt nicht so, als hätte man einen Film im Freizeitpark gedreht, sondern eher als hätte ein Tourist seine Urlaubsaufnahmen mit einer Pseudo-Handlung gemixt. Nicht aufgrund der Qualität, sondern aufgrund der belanglosen Bilder und der extrem gestreckten Handlung.
Die erste echte Wendung, die den Eindruck vermittelt als wenn sie total erzwungen wäre, gibt es nach ziemlich genau zwei Dritteln des Filmes, wenn Jim in eni Labor entführt wird. Das ist die einzig originelle Szene von "Escape from Tomorrow" und die ist nicht gut in die Geschichte integriert, sondern wirkt wie ein Fremdkörper.
Die Prämisse mit einer filmischen Guerilla-Taktik einen Horrorfilm in den Disney-Parks zu drehen liest sich gut, bietet hier aber Material für höchstens 30 Minuten. "Escape from Tomorrow" ist langweilig, unlogisch und belanglos und entbehrt nahezu jeglicher Suspense-Momente. Das ist echter, ungewollter Trash, mit dem man die Zuschauer auch noch in Jahrzehnten auf Filmfestivals foltern kann.

Fazit: 20 %

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