15. Juni 2015

Son of a Gun

© Ascot Elite

Regie: Julius Avery
Land / Jahr: Australien, Großbritannien, Kanada 2014












JR (Brenton Thwaites) werden wegen seiner schmächtigen Erscheinung bei seiner Einlieferung im Gefängnis keine großen Überlebenschancen zugerechnet. Glück hat er, als sich der einflussreiche Brendan Lynch (Ewan McGregor) für ihn ausspricht und einen Ausbruchs-Deal mit ihm vereinbart. Der große Goldraub, den sie in ihrer zurückerlangten in der Freiheit ausüben droht aber aus dem Ruder zu laufen.
"Sohn des Revolverhelden" oder auch "Son of a Gunfighter" ist ein klassischer Western aus dem Jahre 1965, dem Quentin Tarantino in "Django Unchained" mit einer kleinen Anspielung bedachte. Das war ziemlich cool. Egal ob "Son of a Gun" ein bisschen Tarantino-Erfolg absahnen will oder ob er einfach nur auf den sprichwörtlichen Teufelskerl anspielt : Hier wirkt der Titel billig.
Erzählt wird die typische Geschichte eines jungen Mannes, der natürlich ziemlich hilflos ins Gefängnis kommt und permanent bedroht wird. Gott sei Dank gibt es da aber Ewan McGregor, der einen knallharten Typen spielt - Eine Rolle die überhaupt nicht zu dem ansonsten freundlichen Schotten passt. Anfangs kommt seine Figur aber dennoch interessant rüber, kennt er doch weder Gnade noch Mitleid. Später in der Geschichte scheint er aber zu verweichlichen. Er wird inkonsequenter. Warum das so ist, bleibt allerdings ein kleines Rätsel.
"Son of a Gun" wirkt anfangs auch noch erwachsener. Das erste Drittel in der Strafanstalt bietet ein paar herrlich dreckige Knastmomente. Mit der übertriebenen Flucht und dem neuen Plan verliert der Action-Thriller aber sein letztes Fünkchen Originalität. Die Wendungen sollen clever und überraschend wirken, allerdings gehorchen sie strikt dem üblichen Muster und sind somit auch für ungeübte Filmgucker leicht zu durchschauen.
Ohne Ewan McGregor in der Hauptrolle hätte Regisseur niemals das Geld für "Son of a Gun" zusammen bekommen. Dazu ist das Drehbuch einfach viel zu generisch und zu ideenlos. Wenigstens die Figuren leiden nicht an völliger Eindimensionalität, sodass es immerhin Spaß macht mit anzusehen, wie JR sich aus seinen Problemen befreit.

Fazit: 55 %

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