2. Juli 2015

Guest, The

© Splendid

Regie: Adam Wingard
Land / Jahr: USA, Großbritannien 2014












Der ehemalige Soldat David (Dan Stevens) stattet der Familie eines gefallenen Kameraden einen Besuch ab, um den er vor dessen Tod gebeten wurde. Die einzige, die hinter die Fassade des psychopathischen Superkillers blickt ist Tochter Anna Peterson (Maika Monroe), die versucht die große Katastrophe abzuwenden.
Regisseur Adam Wingard hat sich mit gleichermaßen brutalen wie auch originellen Horrorfilmen einen Namen gemacht und besonders mit seinem letzten Werk "You're Next" einen sehenswerten Genrevertreter abgeliefert, der sogar an den internationalen Kinokassen Erfolge feiern konnte. "The Guest" ist sein erster Film auf fremden Terrain; und Wingard weiß auch mit dieser Mischung aus Action und Thriller umzugehen.
Dabei darf allerdings nicht unterschlagen werden, dass "The Guest" in einigen Szenen genrespezifische Parallelen zu seinen Horrorwerken aufweist, vor allem darin, dass er sehr brutal und blutig ist. Auch steht einem Happy End nicht das Sterben wichtiger Figuren im Weg; ein Element, dass es in dieser Ausprägung in keinem anderen Genre als dem Horrorfilm gibt, wo das Überleben eines Einzelnen als Erfolg gefeiert wird.
Was vor allem gefällt ist, dass David nicht wild drauf losprügelt. Er provoziert seine Feinde, manipuliert nicht nur diese, sondern alle Menschen um ihn herum und stellt bewusst und hinterhältig Fallen. Er ist einfach immer einen Schritt voraus, genau das ist es, was ihn so gefährlich und so tödlich macht. Denn wer einmal in sein Fadenkreuz gerät, für den gibt es eigentlich keinen Ausweg mehr.
"The Guest" hat ein hohes Tempo und mischt seine Actionmomente mit düsterer Horrorgewalt, was ihn zu einer explosiven und spannenden Mischung macht. Natürlich gibt es auch hier wieder die üblichen Probleme, dass die Kugeln der Feinde am Protagonisten stets vorbeirauschen, während jede einzelne seiner ins Ziel trifft, aber das Ergebnis ist sehr ordentlich. Regisseur Adam Wingard gilt es im Auge zu behalten. Wenn er jetzt noch ein richtig gutes Drehbuch in die Finger kriegen würde. . .

Fazit: 60 %

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