27. Juli 2015

Last Knights


© Wild Bunch
Regie: Kazuaki Kiriya
Land / Jahr: Südkorea, Tschechien 2015

Als Meister Bartok (Morgan Freeman) zum Tode verurteilt wird, bricht für den treuen Heerführer Raiden (Clive Owen) eine Welt zusammen. Er wirft seine Ideale über Bord und gibt sich dem Alkohol hin. Bis sich eine gute Möglichkeit für grausame Rache an dem mörderischen und gnadenlosen Herrscher Gezza mott (Aksel Hennie) bietet.
Unter dem langweiligen, pathetischen Titel "Last Knights" verbirgt sich ein sehr ein eigenwilliger Mittelalterfilm. Gänzlich ohne Fantasyelemente, aber auch nicht in der realen Weltgeschichte einzuordnen, wird eine ganz einfache Rachegeschichte erzählt. Dabei dauert es etwa eine halbe Stunde, bis der Film vom dritten in den ersten Gang zurückschaltet.
Denn solange Morgan Freemans Figur des gutmütigen Meister Bartoks am Leben ist, ist "Last Knights" interessant. Bartok ist ein würdevoller Anführer, der sich an seine Prinzipien hält und dessen Werte sich auf seine Untergebenen übertragen. Mit seinem Tod verliert der Film nicht nur an Qualität, sondern auch an Schwung. Gut 45 Film-Minuten lang betäubt Raiden seinen Kummer mit Alkohol, währenddessen passiert fast nichts. Stau im Mittelalter.
In der letzten halben Stunde gibt es dann natürlich noch die lange überfällige Schlacht - die ist, ebenso wie der Rest des Filmes, sehr einfallslos. Selbst die Kampfszenen sind bestenfalls mittelmäßig auf die Leinwand gebracht. Es kommt beinahe das Gefühl auf, Regisseur Kazuaki Kiriya hatte überhaupt keine Lust auf diese, mit Sicherheit nicht günstige Hollywoodproduktion.
Wenn ein offensichtlich teurer, weil optisch aufwändiger Hollywoodfilm nicht in die Kinos kommt und das obwohl Stars wie Clive Owen oder Morgan Freeman mitspielen, fällt es selbst dem kurzsichtigsten Zuschauer auf, dass etwas faul sein muss. "Last Knights" ist keine Ausnahme dieser Regel. Gerade in seinem Mittelteil ist er lang, sogar 20 bis 30 Minuten zu lang. Stellenweise sogar richtig träge. Der Anfang ist ordentlich, das Finale immerhin noch durchschnittlich. Insgesamt ist das, vor allem bei den Grundvoraussetzungen aber viel zu wenig.

Fazit: 35%

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