15. Juli 2015

Skin Trade


© Ascot Elite
Regie: Ekachai Uekrongtham
Land / Jahr: Thailand, Kanada, USA 2014

Polizist Nick Cassidy (Dolph Lundgren) ist dem Menschenhändler Viktor (Ron Perlman) auf der Spur, als seine Familie Opfer eines Anschlag wird. Von da an verfolgt er Viktor bis nach Thailand, wo er unerwartete Hilfe von dem Ermittler Tony Vitayakul (Tony Jaa) bekommt.
Das Erfolgsrezept dieses harten Actionstreifens ist schnell zu durchschauen: Dolph Lundgren war eine Größe in den 90er Jahren und soll mit Hilfe des thailändischen Superstars Tony Jaa wieder zu neuem Ruhm kommen. Eine Ehe der Kampfsport-Könige, die aber vor allem an der dürftigen Regie von Jaas Landsmann Ekachai Uekrongtham scheitert.
Denn Jaas Filme gehören zu dem besten, was an Martial Arts in den letzten Jahren auf die Leinwand gekommen ist. Das liegt einerseits an dem extrem biegsamen und perfekt trainierten Sportler. Und andererseits an der voyeuristischen Kamera, die seine Bewegungen immer möglichst spektakulär und in vielen, oft aber auch überflüssigen, Zeitlupen in Szene setzt. Es sieht einfach unglaublich aus, was Jaa in Filmen wie "Ong-bak" oder vor allem in seinem besten Streifen "Revenge of the Warrior" dem Zuschauer kredenzt.
In "Skin Trade" geht diese Qualität aber leider völlig unter. Denn der Prügler ist vor allem in den Kampfszenen unkreativ inszeniert und lässt die Fähigkeiten seiner beiden, in sportlicher Hinsicht, außergewöhnlichen Darsteller nicht gut zur Entfaltung kommen. Auch die Kampfszene zwischen den beiden, zu einem Zeitpunkt als sie noch nicht miteinander kooperieren, möchte gern so episch sein wie der legendäre Kampf zwischen Bruce Lee und Chuck Norris in "Die Todeskralle schlägt wieder zu". Aber Uekrongtham hat leider kein Gefühl dafür und so ist dieses Kräftemessen nur eines von vielen.
Auch in Punkto Dramatik funktioniert "Skin Trade" nicht. Da sitzen haufenweise halbnackte Frauen eingekerkert in stählernen Käfigen und das Empörungs- oder Mitgefühllevel des Zuschauers bewegt sich auf einem Minimum. "Skin Trade" ist einfach einer dieser generischen Actioner mit einigen harten Kampfszenen, der mit seinen Möglichkeiten aber nicht umzugehen weiß. Schwache Kost für ein erwachsenes Publikum. Von Dolph Lundgren ist man solche schwachen Auftritt mittlerweile schon gewohnt, aber für Jaa kommt die Zeit der B-Movies noch ein bisschen früh.

Fazit: 35%

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