16. August 2015

Maggie

© Splendid

Regie: Henry Hobson
Land / Jahr: USA, Schweiz 2015












In einer dystopischen Zukunft hat ein Zombie-Virus große Teile der Menschheit ausgerottet. Wer infiziert ist, verwandelt sich aber nur sehr langsam in einen Untoten. Das muss auch Wade Vogel (Arnold Schwarzenegger) merken, dessen Tochter Maggie (Abigail Breslin) gebissen wurde. Er will sein Kind beschützen, aber der Virus nimmt sie immer mehr in Besitz.
Töchter können ein richtiger Horror sein, dass müsste wohl auch Arnold Schwarzenegger mit seiner ungewöhnlichen Mischung aus Horror und Drama merken. Doch der Horror, der in vielen Momenten an die Zombie-Serie "The Walking Dead" erinnert, kommt hier erstaunlich kurz. "Maggie" besteht zu großen Teilen aus Warten und Passivität.
Arnie hat schon eine Menge Genre-Filme gemacht, aber einen echten Horrorfilm hat er noch nicht in seiner umfangreichen Vita stehen. Und dabei hätte die steirische Eiche es auch belassen sollen. Aber die Verlockung war wohl zu groß einen ernsten Zombiefilm zu machen, der sich deutlich von der Masse abhebt.
Die Stimmung in "Maggie" ist sehr düster und der Gedanke, dass die Krankheit nicht aufzuhalten ist, ist wirklich bedrückend - früher oder später heißt es für den Familienvater seine eigene Tochter zu töten. Das ist aber auch das einzige worauf der Zuschauer zu hoffen hat. Es gibt so gut wie keine Horrormomente, es gibt so gut wie keine Action, es gibt so gut wie keine guten Dialoge: Es gibt einfach nichts, was diesen Film sehenswert macht.
Die Inszenierung ist schlicht, aber zweckmäßig. Auch das Grundkonzept beruht auf einer netten Idee. Aber was Regisseur Henry Hobson in seinem Debütfilm daraus macht, ist einfach viel zu wenig. Sein erster Spielfilm wird höchstwahrscheinlich auch sein letzter sein. Selten hat ein junger Regisseur so träge inszeniert.
"Maggie" ist kein qualitativ schlechter Film und für einen Horrorfilm ist er sogar überdurchschnittlich clever. Aber "Maggie" ist langweilig, so richtig zäh und bedeutungslos. Was Schwarzenegger darin soll ist ein Rätsel. Die krude Mischung aus Horror und Drama, in der fast nichts passiert, ist einer der miesesten Filme in der Biografie des Gouvernators.
Fazit: 30 %

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