22. September 2015

Transporter Refueled, The

© Universum

Regie: Camille Delamarre
Land / Jahr: Frankreich, China, Belgien 2015












Ob Frank Martin (Ed Skrein) will oder nicht, spielt keine Rolle: Eine Gruppe junger Frauen hat seinen Vater gekidnappt und verlangt von Frank, dass er eine Mission für sie erfüllt. Er soll in Namen der Damen Rache an einem russischen Mafiaboss verüben.
"The Transporter" war 2002 eine nette kleine Actionfilm-Idee, die ganz nett funktioniert hat - und Jason Statham zum Actionstar machte. Tot war die Serie aber bereits mit dem zweiten Teil, der gänzlich überflüssig und keine Weiterführung der Originalidee war. Egal: Ein noch überflüssigerer dritter Teil wurde hinterher geschoben. Es dauerte bis zum zum Jahr 2015 bis man erneut versuchte, dumme Zuschauer zu finden, die ihr hart verdientes Geld an den Kinokassen lassen. Diesmal ging die Rechnung aber nach hinten los.
Peinliche 13 Millionen Dollar spielte der Film in den Staaten ein. Quasi die Rache der Zuschauer an einem Konzept, das zum Scheitern verurteilt war. In der Hauptrolle sieht man einen überheblichen und schmierigen Helden namens Frank Martin, gespielt von einem Hollywood-Wicht namens Ed Skrein. Frank Martin wäre gerne James Bond mit seinem schicken Anzug und seiner tollen Karre, aber auf die billige und geschmacklose Maskerade fallen nur alle Frauen in diesem Machwerk rein.
Dann ist da noch der Senior: Franks Vater selbigen Vornamens. Diesem wird ein tödliches Gift gespritzt, aber das macht dem chauvinistischen Zuhältertypen keine Angst. Er verführt einfach die Frauen, die ihm dieses Gift gespritzt haben und lacht sich noch einen ins Fäustchen. Das soll lässig und cool wirken, ist aber unlogisch und dumm. Grenzenlos dumm.
Und diese Pseudo-Coolness zieht sich durch jede einzelne Szene: Frank Junior geht zu seinem Auto in einer Tiefgarage. Das wollen natürlich ein paar Kriminelle klauen und bedrohen ihn. Selbst der übelste Rambo-Motherfucker würde sich in die Hose scheißen und gut überlegen, wie er den Typen das Handwerk legt. Aber nicht mit Milchbubi Frank: Ein paar lässige Sprüche, ein bisschen schlecht inszenierte Kampfszenen und zack - alle kullern über den Boden und Frank hat keinen Knick im Hemd.
"The Transporter Refueled" ist der Todesstoß für ein Franchise, das schon nach dem ersten Teil keinen Nachfolger gebraucht hätte. Alles aber noch eine gute Stufe schlechter zu machen, ist aber eine große Kunst. Die größte Frechheit hier sind die unterirdische Handlung und die billigen, geschmacklosen Figuren. Nichts macht hier einen Sinn und wer Filme wie "The Transporter Refueled" cool findet, der hat wahrscheinlich ein Arschgeweih, ein Auto mit matter Lackierung und hält "X-Diaries" für eine Dokumentation.

Fazit: 30 %

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