16. September 2015

United - Die Legende der Busby Babes

© Studio Hamburg

Regie: James Strong
Land / Jahr: Großbritannien 2011












Um den Ligaspielplan einzuhalten setzt die Vereinsführung von Manchester United alles daran, dass die Mannschaft schnell von dem Europapokal-Spiel aus Belgrad zurückkommt. Als das Flugzeug bei Schnee in München startet, kommt es zu einem Absturz, bei dem die Hälfte der Insassen stribt. Der junge Bobby Charlton (Jack O'Connell) schwört sich daraufhin, nie wieder für United zu spielen.
Die Tragödie um die Mannschaft von Manchester United ist längst Fußballgeschichte. Aus ihr hervorgegangen ist als einer der Überlebenden des Unglücks die englische Fußball-Legende Bobby Charlton, der neben mehr als 600 Einsätzen für Manchester United auch die Engländer 1966 zum Weltmeister im eigenen Land machte.
Regisseur James Strongs Filmdokument ist weniger weltmeisterlich: Der Brite ist sehr bemüht, das Drumherum um das Unglück möglichst realistisch in Bilder zu fassen. Mit einem für TV-Verhältnisse stolzen Budget von zwei Millionen britischen Pfund ausgestattet wurde einiges daran gesetzt, die Kostüme, die Ausstattung und auch das Flugzeugunglück so authentisch wie möglich darzustellen.
Wofür allerdings anscheinend kein Geld mehr übrig blieb, waren Spielszenen. Dieser Fußballfilm konzentriert sich mehr auf die Entscheidungen, die zu dem Absturz führen und findet in der Ligaspitze auch einen klaren Schuldigen. Von Rasenszenen ist aber nicht viel zusehen, anscheinend hätten Szenen mit vollen Tribühnen das Budget dann doch gesprengt.
Im Zentrum des Films steht auch nicht die Mannschaft, sondern ein junger Boby Charlton. Und der wird von Jack O'Connell, sagen wir mal: ordentlich verkörpert. Mit dieser netten, aber keineswegs überzeugenden Leistung reiht er sich bestens in die komplette Produktion ein. Alles bleibt auf TV-Niveau.
"United - Die Legende der Busby Babes" ist interessante, routiniert umgesetzte Sportgeschichte. Leider plätschert das Ganze über große Strecken vor sich hin, hat keinerlei Qualität in den Dialogen und könnte auch besser gespielt werden. Aber sind wir mal ehrlich: Deutsche TV-Filme zur Fußballgeschichte wie "Landauer" oder die Satire "Udo Honig" sind keineswegs besser.

Fazit: 55 %

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen