17. September 2015

When the Game stands tall

© Sony

Regie: Thomas Carter
Land / Jahr: USA 2014












Titel können die Football-Spieler der De La Salle Highschool kaum noch begeistern, sie jagen Uralt-Rekorde. So überrascht es niemanden, als Wundercouach Bob Ladouceur (Jim Caviezel) das Team zu seiner zwölften Meisterschaft in Folge führt. Aber selbst die unglaublichste Serie findet irgendwann einmal ihr Ende - und dann heißt es sich wieder aufzurappeln.
Geschichten von großen Siegen haben es den Amerikanern angetan, sei es in Action-, Abenteuer- oder auch Sportfilmen. Jede größere Sportart hat eine Vielzahl an hochbudgetierten Kinofilmen bekommen. "When the Game stands tall" versucht aber den Eindruck zu vermitteln, als sei er anders. Als gehe es nicht um das Gewinnen, sondern darum ein guter Mensch zu werden.
Aber das ist eben dieser typische Hollywood-Touch, der vor allem an die typischen Sport-Filme aus dem Hause Disney erinnert. Diese Filme, in denen, egal wie es läuft, am Ende ein großer Sieg für die Geschichtsbücher steht. Und so ist es auch in "When the Game stands tall", der genau in dieses Raster passt.
Jetzt mag man argumentieren, dass der Über-Sieg doch gar nicht das Ziel dieses Football-Filmes ist, aber das ist nur Fassade. Denn die Rekord-High-School nimmt natürlich auch jeden Erfolg mit, der sich ihnen anbietet. Die zwischenmenschlichen Entscheidungen beschränken sich aber auf einzelne Szenen. Viele Probleme kommen auf und werden ziemlich schnell abgefrühstückt.
Seine Stärken hat der Film definitiv in den packend inszenierten Football-Spielszenen, die locker ein Drittel der Laufzeit ausmachen. Dabei gibt es immer wieder Momente, für die Football-Wissen vonnöten ist, um sie vollends zu verstehen. Das Gros ist aber auch für Nicht-Eingeweihte verständlich und einfach aufgearbeitet.
"When the Game stands tall" ist ein ordentlicher, aber nicht überdurchschnittlicher Football-Film. Die Geschichte von dem Super-Trainer liefert einige dramatische Rückschläge, die aber allesamt schnell abgehandelt und zum Guten gedreht werden. Dieses Stück Sport-Historie ist sehr seichte Kost, die immerhin versucht das Zwischenmenschliche in den Vordergrund zu rücken - das gelingt aber nur stellenweise.

Fazit: 50 %

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