5. Oktober 2015

American Ultra

© Concorde

Regie: Nima Nourizadeh
Land / Jahr: USA, Schweiz 2015












Mike Howell (Jesse Eisenberg) lebt wie ein echter Loser: Nichts erreicht im Leben und jeden Tag zugedröhnt. Seine Freundin Phoebe Larson (Kristen Stewart) muss sich den ganzen Tag Gejammer anhören. Eines Abends wird er von zwei Männern angegriffen und bringt beide mit einem Löffel um - sehr zu seiner eigenen Verwunderung. Denn was Mike nicht mehr weiß: Er ist ein Superagent.
 Der Trailer zu "American Ultra" vermittelt nicht gerade den Eindruck, dass es sich um einen Kinderfilm handelt. Dass blutige Gewalt hier aber deutlich mehr Gewicht bekommt als gute Gags, ist schon verwunderlich. Es ist schon erstaunlich, dass diese Action-Komödie unzensiert ab 16 Jahren freigegeben wurde.
Eigentlich ist Mike ein Volltrottel, wenn aber in ihm der Instinkt eines Superagenten freigesetzt wird, dann langt der tollpatschige Kiffer gerne auch richtig zu: Löffel in den Hals, Spaten ins Gesicht und Exekutionen inklusive. Splatterszenen gibt es hier nicht allzu selten und die sind immer eine echte Sauerei, denn bei "American Ultra" spritzt eine Menge Blut.
Wesentlich sparsamer wurde mit den Gags umgegangen. So richtig lustig wird es nur ganz, ganz selten. Wer sich von dem Film ein Witz-Feuerwerk erhofft, der wird enttäuscht oder aus oben genanntem Grund viellecht sogar schockiert sein. Auch die Atmosphäre ist düsterer als es zu erwarten war.
Das Duo Eisenberg/Stewart passt aber gut in seine Rollen. Der "Twilight"-Lady nimmt man die abgefuckte Kifferin problemlos ab, Eisenberg kann als depressiver Versager überzeugen und auch die Chemie zwischen den beiden passt. Die restlichen Figuren hat Regisseur Nima Nourizadeh weniger liebevoll ausgearbeitet.
Niemand sollte dem Trailer trauen, der den Eindruck vermittelt, "American Ultra" sei eine Kifferkomödie mit Action-Elementen: Es ist komplett andersherum. Wer aber Lust auf einen sehr deftigen Actionfilm mit netten Comedy-Einlagen hat, der wird kurzweilige 96 Minuten verbringen. Für zimperliche Zuschauer ist der Film jedoch ungeeignet, dafür gibt es viel zu viele blutige Gewaltszenen, die sogar eine Freigabe ab 18 Jahren gerechtfertigt hätten.

Fazit: 60 %

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