2. Januar 2016

Highligen drei Könige, Die

©Sony

Regie: Jonathan Levine
Land / Jahr: USA 2015












Jedes Jahr an Weihnachten schießen sich die Freunde Ethan (Joseph Gordon-Levitt), Isaac (Seth Rogen) und Chris (Anthony Mackie) ordentlich aus dem Leben. Dieses Mal soll die Tradition jedoch zum letzten Mal stattfinden. Da trifft es sich doch, dass Ethan Tickets für die ultra-geheime Nussknacker-Party klauen konnte.
Seth Rogen scharrt wieder sein Wolfsrudel um sich und macht am Weihnachtsabend New York City unsicher. Das dabei die üblichen Verdächtigen vor der Kamera stehen ist klar, da wundert es auch niemanden, dass gegen Ende noch James Franco zu seinem üblichen Auftritt als halbschwuler Partygast kommt. Unerfreulicherweise drängen sich aber noch einige andere Stars in den Film, der Cameo-Auftritt von Miley Cyrus auf der Party-Bühne ist leider ziemlich überflüssig.
Ebenso aufgesetzt ist diese schreckliche Werbung, die aufgrund ihrer Aufdringlichkeit gar nicht mehr als Schleichwerbung zu verstehen ist. Damit ist nicht die retro-coole Aversion der Dreien zum Nintendo-64-Zocken gemeint, sondern die dass sich Produktionsfirma Sony zur Prostituierten von Red Bull macht. Das wird zwar oft so überzogen, dass einige vielleicht argumentieren möchten, es sei Verarsche. Gute Werbung für die Wachmacher-Brause ist es aber allemal.
Und auch wenn die Figuren wirklich echte, nette junge Männer sind, mit denen es bestimmt Spaß macht, um die Häuser zu ziehen, so nervt es doch erheblich, dass vor allem Ethan in vielen Szenen so extrem melancholisch ist. Nicht dass es uninteressant wäre, wie er um seine Ex kämpft. Aber Freunde: Das soll doch eine Komödie sein, da kauft doch keiner ein Ticket, weil er eine tolle Beziehungsgeschichte sehen möchte.
Dafür punkten die anderen beiden mit einigen lustigen Momenten. Vor allem Rogen ist sich wieder einmal für nichts zu schade und vor allem seine Jude-Feiert-Weihnachten-Szenen sind zwar geschmacklich grenzwertig, aber sehr witzig geraten. Er kann einfach über sich selbst lachen und das lässt ihm kleinere Aussetzer verzeihen.
Letztendlich ist diese Tour de New York der drei Dauerbreiten zwar kurzweilig, aber wenig überzeugend. Selbst die Super-mega-ultra geheime Party am Ende wird nicht dem Mythos gerecht, der die ganze Zeit über um sie gemacht wird. "Die Highligen drei Könige" ist aber ordentliche Unterhaltung, ein paar der Gags ernten gute Lacher.

Fazit: 55 %

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