14. Januar 2016

Home Sweet Hell

© Sony

Regie: Anthony Burns
Land / Jahr: USA 2015












Don Champagne (Patrick Wilson) hat ein dickes Problem: Er fängt eine Affäre mit seiner neuen Angestellten Dusty (Jordana Brewster) an, die nach kurzer Zeit behauptet, schwanger von ihm zu sein. Allerdings ist Don mit der kontrollsüchtigsten und gnadenlosesten Karriere-Mutter aller Zeiten verheiratet: Mona (Katherine Heigl). Und die greift gerne mal zu kompromisslosen Methoden.
Wenn der wenig überzeugende Patrick Wilson plötzlich den Eindruck macht, als sei er einer der besten Schauspieler der Welt, dann spricht das nicht für seine Film-Partnerin. An seiner Seite spielt der gefallene Star Katherine Heigl und die schafft es noch nicht einmal in einer Rolle zu gefallen, die ihr auf den Leib geschrieben scheint.
Heigl ist nicht nur als schwache Darstellerin bekannt, sondern vor allem als Diva, die ihren Drehpartnern und der Crew das Leben schwer macht. Da müsste sie doch keine Probleme haben, die kaltherzige Herrin des Hauses zu spielen. Aber weit gefehlt, die gute Katherine kann sich noch nicht einmal selbst spielen.
Jede Figur ändert ihren Standpunkt nahezu nach jedem Schnitt. Am schlimmsten von allen Mona, deren Verhalten vollkommen unglaubwürdig ist. Sie ist einerseits überkorrekt, andererseits kann sie problemlos einen Menschen töten (und zerstückeln!). Soll das witzig sein? Soll das Ironie sein? Soll es, ist es aber nicht.  Das ist schlicht und ergreifend lächerlich.
Wenig hilfreich ist da auch das Drehbuch zu "Home Sweet Hell". Das Script strotzt nur so vor dämlichen Wendungen und an den Haaren herbeigezogenen Szenen. Diese Mischung aus dem wunderbar komischen "Serial Mom" und dem immerhin unterhaltsamen "Die Teufelin" ist für eine Komödie zu unlustig, für einen Thriller zu undramatisch. Die meisten Lacher erntet "Home Sweet Hell" in den Momenten, wenn er überhaupt nicht witzig sein soll.
Die sehr schwachen Darstellerleistungen werden von einer dilletantischen Katherine Heigl angeführt. Sie scheint einfach das Geld einstreichen zu wollen für ihre Dienste. Das wird allerdings nicht sonderlich viel gewesen sein, denn während sie für "Einmal ist keinmal" noch 15 Millionen Dollar einstrich, lag das Budget für den kompletten "Home Sweet Hell" bei gerade einmal drei Millionen. Hoffentlich hast du was gespart, Katherine - dein Gehalt wird noch weiter fallen.

Fazit: 35 %

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