3. Februar 2016

Ride Along: Next Level Miami

© Universal

Regie: Tim Story
Land / Jahr: USA 2016












Die Schwäger-Polizisten James Payton (Ice Cube) und Ben Barber (Kevin Hart) werden aus dem tristen Atlanta auf einen sonnigen Einsatz nach Miami geschickt. Dort müssen sie möglichst schnell einem Drogen-Lord das Handwerk legen, da Ben in wenigen Tagen vor den Traualtar mit James' Schwester treten will.
"Ride Along: Next Level Miami" ist die logische Konsequenz eines US-Kassenerfolgs. Nach einem anderen Grund, als ordentlich Geld zu scheffeln, braucht hier niemand lange zu suchen. Auch diesmal wird das ungleiche Cop-Duo in einen schwierigen Einsatz geschickt und auch diesmal ist schon während noch die Anfangs-Credits laufen alles klar. Überraschungen sucht man hier vergebens - eine Handlung ebenso.
Eigentlich wollen die beiden nur Spaß machen. Ice Cube spielt den knallharten Cop, Kevin Hart den Trottel mit der großen Klappe. Da sie leider Polizisten sind und nicht Kiosk-Verkäufer, müssen sie etwas zu tun bekommen. Und ein amerikanischer Polizist ist nur dann in seinem Job ernstzunehmen, wenn er möglichst oft Gebrauch von der Schusswaffe macht.
Jede einzelne Szene in der gekämpft oder mit einer Protz-Karre gerast wird, ist nervtötend. Alles hat man schon gesehen, alles ist absehbar, alles ist absurd überzogen und lachhaft. Lachhaft allerdings nicht im Sinne von lustig, sondern von lächerlich.
Immerhin: Der ein oder andere Gag zündet. Wie beispielsweise der Auftritt als afrikanischer Diplomat, der eindeutig an den Eddie-Murphy-Klassiker "Der Prinz aus Zamunda" erinnert. Witzig ist es wenn Ben versucht, sich so Zutritt zu einer Party zu verschaffen. Witzig ist ebenfalls seine Zurechtweisung James'. Als dieser aber seinen quasi Vorgesetzten ebenfalls zurechtweist, dann ist das einfach nicht mehr logisch. Da verliert die Szene direkt ihren Reiz. Ein Beispiel stellvertretend für den ganzen Film.
Wie schon der Vorgänger hat "Ride Along: Next Level Miami" nur eine Pseudo-Handlung, die als Vorwand missbraucht wird, um eine Buddy-Komödie zu erzählen. Hätten die beiden Protagonisten nicht wenigstens einen gewissen Charme und würde nicht wenigstens jeder zehnte Gag zünden, dann wäre dieses minimal unterhaltsame, aber gänzlich überflüssige Produkt eine Katastrophe. So ist er einfach nur schlecht.

Fazit: 30 %

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