18. Februar 2016

vierte Art, Die

© Ascot Elite

Regie: Olatunde Osunsanmi
Land / Jahr: USA, Goßbritannien 2009












Abbey Tyler (Milla Jovovich) ist Psychologin in der Mini-Stadt Nome in Alaska. Sie hat mehrere Menschen auf dem Sofa, die alle von merkwürdigen Ereignissen erzählen. Als dann auch noch Personen spurlos verschwinden, beginnt Abbey langsam selbst an Entführungen durch Außerirdische zu glauben. Und auch sie und ihre Familie werden zu Opfern.
Direkt zum Filmstart gibt Milla Jovovich die Richtung vor. Sie spricht direkt in die Kamera und erklärt, dass der Film immer wieder von dokumentarischen Aufnahmen unterbrochen wird. Eine fatale Entscheidung für diesen Alien-Horrorfilm mit Blair-Witch-Ambitionen. Denn die "dokumentarischen" Szenen sind ebenfalls gestellt.
Zudem funktioniert das Experiment überhaupt nicht. Immer wenn sich die Spannung mal wieder um die Ecke traut gibt es einen Schnitt. Die dann folgende "Doku"-Szene macht dem Zuschauer bewusst, dass er einen Film sieht. Man wird komplett aus der Geschichte gerissen. Und diese Momente sind nicht wirklich rar gesät. Die Geschichte kann sich somit nicht entfalten.
Als wäre das nicht schon schlimm genug nimmt man dem Ex-Model Milla Jovovich auch nicht ab, die ach so clevere Super-Psychologin zu sein. Es gibt nur zwei Gründe, warum Jovovich den Job bekommen hat: 1. bringt sie dem ansonsten mit eher unbekannten Darstellern besetzten Film ein bisschen Hollywood-Feeling und 2. sieht sie gut aus. Das war es aber auch schon.
So plätschert der übernatürliche Horrorstreifen vor sich hin und hat sogar ein paar Gruselmomente. Die meisten davon allerdings auch vom wenig künstlerischen Kaliber eines Jump-Scares. Damit wären aber auch schon alle Höhepunkte dieses schwachen Alien-Experimentes von Autorenfilmer Olatunde Osunsanmi aufgezählt.
"Die vierte Art" ist ein Experiment, dass leider zu keinem Zeitpunkt funktioniert. Zu oft wird hin und her gesprungen zwischen Film und pseudo-dokumentarischem Material. Es ist zwar aller Ehren wert, dass Olatunde Osunsanmi mal etwas frischen Wind in ein angestaubtes Genre bringen will. Aber wenigstens ist "Die vierte Art" eine Warnung an andere Regisseure, die ähnliche Ideen haben: So kann man keine spannenden Filme machen.

Fazit: 25 %

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen