29. März 2016

A Field in England

© MFA

Regie: Ben Wheatley
Land / Jahr: Großbritannien 2013












England im 17. Jahrhundert: Eine Gruppe Kriegs-Deserteure wird von einem mysteriösen Alchemisten auf einem Feld aufgegriffen. Der zwingt die Männer, ihm bei seiner Suche nach einem vergrabenen Schatz zu helfen.
Der britische Filmemacher Ben Wheatley mischt gerne zusammen, was auf den ersten Blick nicht zusammen gehört. "Kill List" ist eigentlich ein Thriller, der aber immer mehr zu einem Horrorfilm mutiert, in "Sightseers" mischt er ebenfalls Horror unter den Road-Trip eines sich liebenden Paares. Diesmal bedient sich Wheatley des historischen Abenteuerfilmes, das mit einer gewissen Portion Horror garniert wird.
Bei "A Field in England" geht die Gleichung "Kreativität = anspruchsvolle Unterhaltung" aber einmal nicht auf. Denn schnell wird klar, dass hier einfach nur ein paar Männer in historischen Kostümen in schwarz/weiß gefilmt werden, die ziellos über eine große Wiese laufen und über belanglose Dinge dabettieren. Die Suche nach dem geheimnisvollen Schatz wird so zu einer Odyssee der Langeweile.
Schwarz/weiß ist der Film wahrscheinlich auch nur, damit dem Zuschauer nicht so schnell auffällt, dass es sich eigentlich um eine sehr kostengünstige Produktion handelt. Diese Technik soll "A Field in England" eigentlich nur etwas Glaubwürdigkeit verleihen. Denn andere Anhaltspunkte dafür, dass der Film im 17. Jahrhundert spielt, außer den Kostümen, gibt es keine.
Die Voraussetzungen und die Fähigkeiten Wheatleys sind zwar gegeben, aber wenn es nichts zu erzählen gibt, dann kann aus diesem sehr schwachen Drehbuch auch kein begabter Regisseur einen guten Film machen. Auch das rorschacheske Finale hat mehr den Effekt von "guckt mal, was für eine tolle Idee ich hatte" als dass es inhaltliche Revelanz oder einen Mehrwert bietet. Es ist lediglich nett anzusehen und endlich mal wieder eine filmische Lösung für Effekthascherei als immer nur die ganzen CGI-Effekte, die man sonst so geboten bekommt.
"A Field in England" ist weder schlecht gemacht noch schlecht gespielt, sondern einfach nur langweilig und langatmig. Dass diese 90 Minuten so unendlich lang wirken, liegt vor allem daran, dass Regisseur Ben Wheatley gar keine richtige Geschichte erzählt. Da können auch mehrere gute Ideen nicht mehr viel retten. Am Ende ist man trotz ein paar netter Szenen froh, dass der Film endlich vorbei ist.

Fazit: 35 %

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