10. März 2016

Above the Rim

© VMP

Regie: Jeff Polack
Land / Jahr: USA 1994












Das junge Basketball-Talent Kyle Watson (Duane Martin) möchte unbedingt auf ein College wechseln, das auch eine Basketball-Mannschaft hat. Doch vor dem Schulabschluss steht noch einmal ein Spaß-Turnier an, bei dem er seine Fähigkeiten präsentieren will. Dafür will er in das Team des Kleinkriminellen Birdie (Tupac Shakur) wechseln.
Gleich zu Beginn des Filmes wird dem Zuschauer klar gemacht, was für eine skurrile Mischung aus Sportfilm und Gangster-Drama auf ihn zukommt. Die düstere Traumsequenz mit schallendem Ton wirkt deplaziert und überinszeniert von Jeff Polack. Danach wird es glücklicherweise nur ganz selten so gewollt dramatisch.
Dennoch gibt es immer wieder mal Szenen, die einfach nur albern wirken. Die Szenen zum Beispiel in denen Monroe (Byron Minns), Birdies Bruder, nachts Basketball spielt - ohne Ball oder Gegenspieler - und dabei noch mit sich selbst redet, funktionieren gar nicht und wirken gänzlich unglaubwürdig und lachhaft.
Auch fragt man sich, warum dieses Hinterhof-Turnier überhaupt so wichtig für alle Beteiligten ist. Ist es wirklich so wichtig für Kyles Zukunft und Charakter, in welcher Mannschaft er bei diesem Wettkampf spielt? Eher nicht. Der einzige Sinn diese Spiele so zu inszenieren ist dem damaligen Rap-Star Tupac Shakur möglichst viele Schurken-Szenen zu liefern.
Was inhaltlich alles nicht passt, wird glücklicherweise aber von den Darstellern ausgeglichen. Allen voran von eben jenem Tupac, der den Bad-Boy Birdie wunderbar abgezockt und hinterhältig spielt. So halten sich immerhin noch einige Peinlichkeiten ganz gut im Rahmen. Die stärksten Momente hat "Above the Rim" aber definitiv dann, wenn es um Kyles Entwicklung geht.
Für einen Sportfilm legt "Above the Rim" zu viel Gewicht auf seine Gangster-Geschichte. Die bekommt besonders viel Platz im Drehbuch, nur um dem Superstar Tupac Shakur möglichst viel Screentime zu geben, die der aber immerhin mit einer starken Performance zurückzahlt. Zudem ziehen einige peinliche und überdramatisierte Momente das Basketball-Drama noch weiter runter. Ein Film, der den Zuschauer mit gemischten Gefühle zurücklässt.

Fazit: 40 %

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