1. März 2016

Aloha: Die Chance auf Glück

©20th Century Fox

Regie: Cameron Crowe
Land / Jahr: USA 2015












Brian Gilcrest (Bradley Cooper) arbeitet für das Militär und bekommt einen Auftrag, der ihn nach Hawaii führt. Dort steht er unter ständiger Beobachtung der engagierten Soldatin Allison Ng (Emma Stone). Auch seine ehemalige Freundin Tracy (Rachel McAdams) läuft ihm über den Weg.
Ob "Almost Famous" oder "Jerry Maguire", Cameron Crowe ist nicht nur ein äußerst begabter Regisseur, sondern ein ebenso talentierter Drehbuchschreiber, der einen starken eigenen Stil und ein gutes Näschen für ungewöhnliche Stoffe hat. Demnach waren auch die Erwartungen für "Aloha: Die Chance auf Glück" sehr hoch, in dem sich neben den drei Hauptdarstellern Bradley Cooper, Emma Stone und Rachel McAdams auch noch Hollywood-Größen wie Bill Murray, Danny McBride und Alec Baldwin tummeln.
Das Ergebnis ist allerdings mehr als ernüchternd. Crowe kann sich nicht entscheiden, was für eine Art Film er machen will. "Aloha" ist funktioniert nicht als Komödie, weil ihm die Gags fehlen. Er ist keine gute Romanze, weil er viel zu distanziert und oberflächlich die Beziehungen zwischen den Figuren beleuchtet. Und er ist definitiv kein gelungenes Drama, weil die Handlung fast schon wie eine Ausrede wirkt, möglichst viele Stars vor die Kamera zu bringen. Jeder zweite Zuschauer wird nach dem Sehen gar nicht mehr die Handlung zusammenfassen können, weil sie so bedeutungslos vor sich hinplätschert.
Auch die Stars können nichts mehr retten. Ganz im Gegenteil: Emma Stone ist das krasseste Beispiel für Fehlbesetzung in diesem Film. Sie passt nicht in die Rolle der toughen Soldatin; das nimmt ihr einfach keiner ab. Und die Chemie zwischen ihr und Bradley Cooper reicht noch nicht einmal für ein paar Fünkchen. Bill Murray und Alec Baldwin haben die Funktion von Schmuck, sollen sie ihre berühmten Gesichter doch nur ein paar Minuten präsentieren, ohne das ihre Rollen irgendeine echte Relevanz für die Geschichte haben. So macht das einfach keinen Spaß.
Am härtesten trifft es aber die Handlung. Sie ist völlig bedeutungslos und ohne jegliche Leidenschaft erzählt. Regisseur Cameron Crowe inszeniert diesen Film, als wenn er eine Auftragsarbeit und nicht sein eigenes Baby sei. Das überträgt sich natürlich auch auf den Zuschauer, der sich anstrengen muss, um nicht einzuschlafen.
"Aloha: Die Chance auf Glück" ist gehört nicht zu den schlechtesten Filmen aus 2015, aber er ist mit Sicherheit eine noch größere Enttäuschung als "Pan" oder "Fantastic Four". Hier hatte ein Regisseur die Fäden in der Hand, von dem man Qualität gewohnt ist. Leider tut er hier aber alles dafür, einen sensationell bedeutungs- und spannungslosen Film zu zaubern. Der absolute Tiefpunkt in der Karriere von Crowe. Immerhin ein Lichtblick: Einen mieseren Film wird er nicht mehr hinkriegen.

Fazit: 30 %

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