25. März 2016

Mr. Baseball

© Edel Media

Regie: Fred Schepisi
Land / Jahr: USA, Japan 1992












Baseball-Superstar Jack Elliot (Tom Selleck) wird druch ein junges Talent ersetzt. Die einzige Lösung: Der Wechsel zu einem anderen Verein. Doch nur ein Team aus dem fernen Japan zeigt Interesse an dem Amerikaner. Und so reist Jack in eine fremde Kultur, die so gar nicht seiner eigenen Mentalität entspricht.
Anfang der 90er Jahre gab es wohl kaum einen Schauspieler wie "Magnum"-Star Tom Selleck, der eine so extrem männlich und dominant ausgelegte, aber dennoch sehr humorvolle Rolle spielen konnte. Zudem bringt Selleck noch eine gewisse Portion Charme mit, sodass die Zuschauer ihm seine Flegelhaftigkeiten nicht lange nachhalten.
Allerdings ist die Prämisse ziemlich unbefriedigend. Denn für Regisseur Fred Schepisi gibt es nur eine Lösung, die Kultur-Differenzen zu lösen: Die Japaner müssen auflockern, die Japaner müssen sich ihrem US-Star anpassen. Natürlich gibt es auch die hübsche Asiatin, die sehr westlich angehaucht ist und sich dem Ami an den Hals wirft. Möglichst amerikanisch zu sein wird auch hier wieder einmal als die Lösung einiger Probleme propagiert.
Mr. Baseball selbst gibt nur wenig zurück. Klar, gibt es im Laufe des Filmes ein Umdenken, aber die Einstellung mit der er die Reise nach Japan antritt ist beschämend. Er versucht sich nicht anzupassen, sein einziger Instinkt ist es, seine Interessen durchzusetzen. Koste es was es wolle. Ein paar Schamlosigkeiten inklusive.
Dafür gibt es aber auch ein paar nette Reibereien. Besonders amüsant ist der Blick auf die japanische Sport-Mentalität. Denn die zahlreichen kleinen schmutzigen Tricks, die der US-Profi mitbringt, kommen bei seinem Team gar nicht an. In Japan geht Fairplay vor gewinnen. Und da kommt es auch gar nicht gut an wenn Jack mal wieder mit dem Schiedsrichter über die eine oder andere Entscheidung diskutieren will.
"Mr. Baseball" wagt einen großen Schritt für seinen Helden, der nicht von einem US-Verein zum anderen wechselt, sondern einmal um die halbe Welt geschickt wird. Dabei wechseln sich witzige Mentalitäts-Kollisionen mit peinlichen Ami-Allüren ab. Tom Selleck macht dabei genau das, was von ihm erwartet wird: Er spielt sich einfach selbst.

Fazit: 45 %

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