2. April 2016

Batman v Superman: Dawn of Justice

© Warner

Regie: Zack Snyder
Land / Jahr: USA 2015












Während Batman (Ben Affleck) und Superman (Henry Cavill) persönliche Differenzen zu klären haben, wird Super-Unternhemer Lex Luthor (Jesse Eisenberg) von Allmachtsfantasien eingeholt. Der Kopf von LexCorp setzt alles daran, um die Stadt von den Superhelden zu befreien.
Macht könne nicht unschuldig sein, sagt Filmbösewicht Lex Luthor in "Batman v Superman". Wie recht er doch hat. Zack Synder wurde die Macht einer Viertelmilliarde (!) Dollars in die Hand gegeben und was er damit anstellt ist beschämend. Es scheint als setze er alles daran, das Denkmal einzureißen, dass Christopher Nolan mit seiner "Batman"-Trilogie errichtet hat.
Das Drehbuch ist ein Flickenteppich. Die Handlung macht keinen Sinn. Manchmal braucht es das Drehbuch, dass Superman allgegenwärtig ist - wenn seine Freundin Lois (Amy Adams) beispielsweise mal wieder gerettet werden muss. Als seine Mutter entführt wird, ist er hingegen total überrascht. Die Figuren tauchen immer wieder aus dem Nichts auf. Das retardierende Moment, wenn beide nun plötzlich doch keine Feinde mehr sind, ist lächerlich begründet. Man könnte die Probleme endlos weiter aufzählen.
Die Figuren selbst sind aber die größte Enttäuschung. Superman ist so farblos wie immer, aber gerade noch erträglich. Was Snyder aber mit Batman macht ist so schlecht, dass man es gesehen haben muss, um es zu glauben. Würde er im Laufe des Filmes vergewaltigt und zerstückelt, wäre wohl kein Zuschauer traurig. Die Bestie gegen Ende dieses katastrophalen Fehltritts von einem Film hat mehr Charakter als Batman - und alles was das Monster macht ist zehn Minuten lang schreien und hauen. Aber es gibt da noch Wonder Woman (Gal Gadot)! Diese Figur ist so überflüssig und so erzwungen in das Drehbuch geschrieben, dass man am liebsten im Kino laut aufschreien möchte, sobald sie auf die Leinwand kommt.
Es gibt viele Filme, die handwerklich ähnlich schwach sind und deren Figuren nicht eine Sekunde lang glaubwürdig sind. Aber oftmals können diese Werke zumindest noch ganz primitiv unterhalten. "Batman v Superman" nicht. Es gibt nahezu keine Spannung, keine einzige gute Szene in einem Film, der stolze 151 Minuten läuft.
Das Drehbuch ist eines der schlechtesten dieses Jahrtausends. Die Übergänge zwischen den einzelnen Szenen sind so grob, als wäre der Film mit einer Kettensäge geschnitten worden. "Batman v Superman" ist nicht nur sensationell schlecht geschrieben, grauenhaft inszeniert und völlig seelenlos, er ist auch noch langweilig. Das Schlimmste ist aber, was der Regisseur mit Batman gemacht hat. Zack Snyder ist der Mörder von Batman. Die einzig positiven Aspekte sind ein paar nette Einstellungen und das Schauspiel von Jesse Eisenberg als Lex Luthor. "Batman v Superman" ist einer der schlechtesten Filme des 21. Jahrhunderts.

Fazit: 20 %

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