9. Mai 2016

Beastmaster lll - Das Auge des Braxus

© Universal

Regie: Gabrielle Beaumont
Land / Jahr: USA 1996












Mittels schwarzer Magie verjüngt sich der Zauberer Lord Agon (David Warner) immer wieder. Um ewiges Leben zu erlangen ist er auf der Suche nach dem legendären Auge des Braxus, das den gleichnamigen Dämon beschwören kann. Dafür entführt er auch König Tal (Casper Van Dien), was dessen Bruder, der Beastmaster Dar (Marc Singer) natürlich nicht dulden kann.
Der dritte Teil des "Beastmaster"-Reihe hat lange auf sich warten lassen. 1982 kam Teil eins in die Kinos, ganze neun Jahre später folgte 1991 Teil zwei. Weitere fünf Jahre ließ der dritte Film auf sich warten, diesmal schaffte es der Tierflüsterer nicht mehr in die Lichtspielhäuser. "Beastmaster lll - Das Auge des Braxus" wurde direkt für eine Videoauswertung zusammengeschustert.
Vom Charme eines Kinofilms hat Braxus'-Auge wirklich nichts mehr. Alles wirkt noch preisgünstiger - um es mal nett auszudrücken - als in den meisten 90er-Fantasyserien wie "Hercules" oder "Xena". Viel versucht man hier noch über den Schnitt zu kaschieren, aber eigentlich fällt immer auf, dass der vorerst letzte "Beastmaster"-Teil eine ganz, ganz billige Produktion ist.
Begleitet von einem sensationell schmierigen Soundtrack kann der halbnackte Beastmaster auf dreierlei tierische Unterstützung zurückgreifen: Wenn er Power braucht, kann er auf seinen Löwen bauen (in Teil eins war es noch ein Panther), muss er mal in die Ferne gucken, schickt er seinen Adler los und die beiden Frettchen sind für kleine Geschicklichkeitsdienste zuständig. Der Beastmaster selbst ist aber kein großer Taktiker, sondern eher einer aus der Haudrauf-Fraktion.
Das Drehbuch zu dieser Rennerei durch die Wälder und Felder in der Umgebung von San Diego, wo das Fantasy-Abenteuer gedreht wurde, ist ziemlich einfallslos. Die Kulissen sind grauenhaft schlecht. Die Schwertkämpfe sind mehr Schubserei als das sie auch nur minimalst choreographiert aussehen. Absoluter Tiefpunkt ist aber Casper Van Dien alias König Tal, der mit seiner blonden Langhaar-Perücke mehr von dem frühen Dieter Bohlen als von einem adligen Herrscher hat.
"Beastmaster lll - Das Auge des Braxus" bietet in einigen Szenen wenigstens noch Trash-Charme, was ihn vor einem Totalausfall rettet. Wer aber selbst bei billigen Filmen ein Minimum an optischer Qualität voraussetzt, setzt sich hier einem Herzinfarktrisiko aus. Teilweise sieht der dritte "Beastmaster" aus wie ein Erotikstreifen. Neben dem langhaarigen Casper Van Dien sorgt auch der finale Gummidämon für ungläubige Blicke. Fantasy aus dem Discounter.

Fazit: 30 %

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