11. Mai 2016

Hush

© Netflix

Regie: Mike Flanagan
Land / Jahr: USA 2016












Die taubstumme Maddie (Kate Siegel) wohnt allein in einer kleinen Hütte im Wald. Sie braucht einfach ihre Ruhe, um ihren zweiten Roman zu Ende schreiben zu können. Ein maskierter Mann, der ihr nach dem Leben trachtet, könnte ihr jedoch einen Strich durch das Buch machen.
Hinter dem extrem billigen Poster verbirgt sich ein gar nicht mal so schlecht gemachter kleiner Horrorfilm. Die Netflix Eigenproduktion wird trotzdem nicht viel gekostet haben, schließlich gibt es nur zwei große und zwei kleine Rollen, zudem wird das Häuschen mitten im Wald auch nicht ein Riesen-Budget verschlungen haben.
Originell ist der Horrorschocker nur in zwei Belangen. Zum einen ist die um das nackte Überleben ringende Protagonistin taubstumm und kann somit keinen der genretypischen Schreie ausstoßen. Zum anderen braucht der Killer seine Maske nicht sonderlich lange, denn nach einem Drittel des Filmes zeigt er sein wahres Gesicht - und das ist weitaus weniger schockierend als es noch bei einem Jason Voorhees oder Leatherface gewesen ist.
Allerdings wird der Mann mit dem Rambomesser hier fast schon arbeitslos, denn während bei anderen Slashern erstmal ein paar Figuren mit spitzen und tödlichen Gegenständen bearbeitet werden, so läuft ihm hier nicht unbedingt ein Opfer nach dem anderen vor die Waffe. Zwei kleine Nebenfiguren darf er um die Ecke bringen, die restliche Filmzeit benötigt er, um Jagd auf Maddie zu machen.
Sonderlich konsequent ist er dabei aber nicht. Zwar setzt er alles daran, Maddie zu töten. Sobald diese aber die Tür vor ihm schließt, wirkt das wie eine undurchdringliche Mauer. Er könnte einfach die Tür eintreten oder die Scheibe einschlagen, um in das Häuschen zu gelangen. Aber aus irgendeinem nicht nachvollziehbaren Grund scheint er die Trennung aus Glas und Holz zu akzeptieren.
"Hush" ist ein kleiner Horrorfilm mit zwei netten Ideen und einer verhältnismäßig blutarmen Umsetzung, denn für letzteres fehlt es einfach an potenziellen Opfern. Obwohl gar nicht so schlecht, ist dieser Slasher dennoch ziemlich überflüssig, denn es gibt einfach viel zu viele ähnliche Konkurrenzfilme, die sehenswerter sind und sowohl spannender als auch blutiger.

Fazit: 40 %

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