17. Juli 2016

Central Intelligence

© Universal

Regie: Rawson Marshall Thurber
Land / Jahr: USA 2016











Calvin Joyner (Kevin Hart) staunt nicht schlecht als er seinen ehemaligen Schulkameraden Bob Stone (Dwayne "The Rock" Johnson) nach einigen Jahren wiedertrifft: Aus dem dicklichen Schul-Opfer ist ein muskelbepackter Mann geworden, der sogar noch in den Diensten der CIA steht. Das Problem daran: Bob zieht den ängstlichen Calvin mit in einen gefährlichen Fall.
Kevin Hart und Dwayne Johnson zusammen in einer Action-Komödie, das klingt schon ohne einen einzigen Trailer gesehen zu haben nach einer minderqualitativen Mischung, bestenfalls nach dümmlicher Unterhaltung. Das Ergebnis ist zwar kein toller Film, aber dennoch amüsanter und besser als zu erwarten gewesen wäre.
Die Actionhandlung ist natürlich nur ein Vorwand, um eine witzige Geschichte zu erzählen. Ein bisschen Geballer und gut ist. Dass - wie fast immer in diesem Subgenre - vieles von reinem Glück und nicht von Können abhängt, ist mittlerweile schon so traurige Norm, dass sich die wenigsten Zuschauer noch daran stören. Wenn zehn Leute mit Maschinenpistolen auf die Protagonisten schießen und die nicht tödlich getroffen werden, dann ist das einfach nur mit einem schwachen Drehbuch und schlechter Regie zu begründen. Action für Idioten, denn spannend ist das keineswegs, wenn mit Sicherheit davon auszugehen ist, dass den Helden nichts passiert.
Aber Drehbuch und Regie haben auch ihre Stärken und das auf einem Gebiet, auf dem es am wenigsten zu erwarten gewesen wäre. Denn die Rolle des psychisch gestörten Agenten Bob Stone ist an einigen Stellen wirklich witzig. Der Gute ist zwar eine echte Kante, trägt aber auch Einhorn-T-Shirts, schnallt sich eine Bauchtasche um und ist mental labil. Natürlich gibt es auch Szenen in denen er mit Testosteron um sich schießt, aber am besten gefallen doch seine ungeahnt sensiblen Momente.
Und Kevin Hart ist zumindest nicht unsympathisch, hat er doch ein Rezept gefunden, mit dem man selbst mit mäßigen bis schlechten Gags gut beim Publikum ankommt: Er verarscht sich einfach immer wieder selbst und hat kein Problem damit bei den meisten Gags als Verlierer dazustehen. Diese Formel wendet er allerdings in nahezu jedem seiner Filme an.
"Central Intelligence" ist ein schwacher Actionfilm, aber eine überdurchschnittliche Komödie mit netten Figuren. Besonders Dwayne Johnsons Bob Stone wird den Zuschauern gefallen, weil er männlich aber doch fehlerhaft ist. Lediglich Aaron Pauls ("Breaking Bad") Antagonist Phil ist purer Schwachsinn. Insgesamt unterhaltsam, wenn auch ohne jeglichen Mehrwert.

Fazit: 50 %

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