12. Juli 2016

Madison

© Sony

Regie: William Bindley
Land / Jahr: USA 2001












Madison in den frühen 70ern: Seit Jahrzehnten ist Powerboat Racing das große sportliche Zugpferd des Zwölftausend-Einwohner-Städtchens im US-Bundesstaat Indiana, doch seit den letzten Jahren ist die Miss Madison, das Boot der Gemeinde, nicht mehr konkurrenzfähig. Als das Mega-Event Gold Cup der Stadt zugelost wird, soll Jim McCormick (Jim Caviezel) das Team trainieren.
Im Jahr 2001 gedreht und fertiggestellt, dauerte es bis 2005, dass „Madison“ es in die US-Kinos schaffte. Eine kleine Subgenre-Rarität, gehören Filme über das Powerboat Racing doch eher nicht zu den gängigen Vertretern der Sportfilme. Umso schöner, dass es diese Produktion letzten Endes doch geschafft hat.
Erzählt wird die typische Underdog-Geschichte, in der das kleine Dorfteam gegen die unschlagbare Bonzen-Mannschaft antritt. Natürlich sind alle – teilweise erwartbare – Komplikationen inklusive. Dabei wurde noch nicht einmal viel an der Realität gedreht, schließlich ist die echte Geschichte des klitzekleinen Madison-Teams doch dramatisch genug.
Regisseur William Bindley gelingt es wunderbar die Kleinstadt Madison ins rechte Licht zu rücken. Es kommt diese sommerliche, romantische Atmosphäre auf, die man von Abenteuerfilmen wie „Stand by me – Das Geheimnis eines Sommers“ kennt. Egal was man von diesem Film hält, in Madison möchte man nach dem Sehen gerne Urlaub machen.
Die Geschichte selbst bedient sich an den üblichen Klischees. Selbstverständlich hat die „Miss Madison“ keine Chance, selbstverständlich hat die Stadt kein Geld für den Gold Cup und selbstverständlich muss Jim McCormick am Ende selber das Boot fahren. Und der gefallene McCormick könnte zum großen Helden werden – jeder weiß spätestens nach zehn Minuten was passieren wird.
„Madison“ ist ein netter Feelgood-Sportfilm nach dem üblichen Rezept, der in einer wunderschönen Kleinstadt spielt. Unterhaltung ist garantiert, großes Kino weniger. Wer Lust auf eine Sportfilm-Rarität hat, die eine ganz klassische (und vorhersehbare) Erzählstruktur hat, der ist mit dem Powerboat-Racing-Film “Madison“ wunderbar aufgehoben.

Fazit: 60 %

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