27. Juli 2016

Star Trek: Beyond

© Paramount

Regie: Justin Lin
Land / Jahr: USA 2016












Captain James T. Kirk (Chris Pine) denkt darüber nach seinen Posten niederzulegen, da wird die Enterprise angegriffen, partiell zerstört und muss auf einem unbekannten Planeten notlanden. Dort muss Kirk mit Hilfe einer Handvoll Besatzungsmitgliedern nicht nur ein neues Raumschiff finden, sondern auch den Rest seiner Crew aus den Klauen des grausamen Krull (Idris Elba) befreien.
J. J. Abrams hat mit dem Reboot der "Star Trek"-Reihe der Kultserie ein neues, aber sehr stil- und geschmackvolles Produktionsdesign verpasst. Die jungen Darsteller passen bestens in ihre Rollen, das "Star Trek"-Universum blüht noch einmal richtig auf. Für den dritten Teil mit der neuen Crew hat sich Abrams aber nicht mehr auf den Registuhl gesetzt, sondern diese Rolle dem begabten Justin Lin überlassen, der sein durchaus vorhandenes Talent regelmäßig mit der schwachsinnigen "Fast & Furious"-Reihe verschwendet.
Doch Lins Fehler ist es nicht, dass "Beyond" ein gutes Stück schwächer geraten ist, als die beiden Vorgänger. Diese Schuld kann man ohne Umschweife dem Drehbuch zuschieben. Während die beiden Vorgänger mitunter noch epochale Ausmaße hatten und das Reboot auf große Säulen stellten, so begnügt sich dieser Teil damit, einen einzelnen kleinen Abenteuer-Aspekt in dem gigantischen Universum zu erzählen: Die Crew muss notlanden und wieder von dem Planeten entkommen. Das wars auch schon.
Schlecht ist das nicht, sondern lediglich hundertmal simpler gestrickt als es nach den ersten beiden Teilen zu erwarten gewesen wäre. Wer sich damit arrangiert, kann aber auch mit "Beyond" viel Spaß haben, da die Geschichte handwerklich sauber und optisch ansprechend inszeniert wurde. Besonders da merkt man dem Film den positiven Einfluss von Abrams an.
Interessanteste Figur ist die junge Kriegerin Jaylah, gespielt von Sofia Boutella, die mit ihrem Hang zur Krachmusik und einem bestimmten, aber nicht überzeichnet dominanten Auftreten einige Sympathien auf ihre Seite zieht. Es bleibt nur zu hoffen, dass die junge Frau, auch in den kommenden "Star Trek"-Filmen wieder ihre Streifen im Gesicht präsentieren darf.
Im Vergleich mit "Star Trek" und "Star Trek: Into Darkness" ist "Star Trek: Beyond" ein deutlicher Schritt zurück. Die einfache Geschichte wirkt manchmal wie eine aufgeblasene Folge einer modernen "Star Trek"-TV-Serie. Dann gibt es aber auch die straffe Erzählstruktur und die sympathischen Figuren, die den Film niemals langweilig werden lassen und das gerade einmal durchschnittliche Drehbuch aufwerten können.

Fazit: 65 %

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