14. August 2016

Faustrecht - Terror in der Highschool

© CIC

Regie: Phil Janou
Land / Jahr: USA 1987












Jerry Mitchell (Casey Siemaszko) arbeitet bei der Schülerzeitung und bekommt den Auftrag, ein Interview mit dem neuen Mitschüler Buddy Revell (Richard Tyson) zu führen. Der als Schläger bekannte und gefürchtete Buddy hält jedoch nicht viel von dem Vorschlag und fordert Jerry für Punkt 15 Uhr nach der Schule zu einer Prügelei heraus. Jerry setzt alles daran, den aussichtslosen Kampf zu verhindern.

80er Musikvideo
Im Stile eines Musikvideos trifft der High-School-Film mit dem bescheuerten Titel "Faustrecht" den Nerv der 80er Jahre. Die Klamotten der Figuren sind in grellen Neon-Farben gehalten, die Schnitte folgen in einer sehr hohen Frequenz aufeinander: Es macht den Eindruck, als sei diese Komödie extra für MTV gedreht worden. 80er in Reinkultur.
Doch hinter der amüsanten und kurzweiligen Geschichte steckt mehr, als es zuerst den Eindruck macht. Allein die Plansequenz zum Start, in der die Kamera mehreren Schülergruppen beim Weg ins Lehrgebäude folgt und bei den Gesprächen über Buddy belauscht, hat keinen einzigen Schnitt und ist ausgezeichnet choreographiert. "Faustrecht - Terror in der Highschool" hat einfach diese Lockerheit, diese Unbeschwertheit, die solche Eyecandy-Momente nicht wie Protzerei wirken lässt, sondern wunderbar in die Handlung integriert.

Ein guter Abschluss
Ebenso sind seine Figuren interessante und nette junge Leute, die trotz aller Unterschiede alle nur das gleiche wollen: Einigermaßen erfolgreich die Schule überleben. Lediglich ihre Definition von Erfolg ist bei jedem anders; Jerry will einen guten Abschluss machen, Buddy will zeigen, wer das Sagen hat und Franny Perrins (Annie Ryan) definiert sich über ihre Kleidung.
"Faustrecht - Terror in der Highschool" ist ein Zeitdokument, das den ideellen Lebensstil, die Mode und den Zeitgeist der 80er Jahre perfekt einfängt. Die Inszenierung lässt dem Zuschauer fast gar keine Atempausen. Ein absolut empfehlenswerter Trip, in dem ein Teenager versuchen muss ein echtes Teenager-Problem aus der Welt zu schaffen.

Fazit: 70 %

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