24. August 2016

Hidden, The - Das unsagbar Böse

© 20th Century Fox

Regie: Jack Sholder
Land / Jahr: USA 2012












FBI-Agent Lloyd Gallagher (Kyle MacLachlan) ist einem außerirdischen Parasiten auf der Spur, der sich mit Vorliebe in menschlichen Körpern einnistet. Einmal befallen, begehen die Wirte kaltblütige Morde. Als wenn das nicht schon genug wäre, wechselt der Parasit stets den Körper, um unerkannt zu bleiben.

Vorliebe für flotte Schlitten
Direkt vom Start weg tritt Regisseur Jack Sholder wortwörtlich das Gaspedal durch. Nach ein paar Minuten Spielzeit pflastern schon mehrere Leichen die Straßen. Denn das Alien, das konsequent und ohne Gewissen tötet hat eine unerklärliche Vorliebe für schnelle Autos - und wenn diese Kreatur etwas haben will, dann nimmt es sich das einfach.
Oft sieht man das wirklich abstoßende Wesen nicht, aber wenn, dann haben es diese Szenen in sich. Es ist wie eine fette schleimige Made, ein widerliches Insekt, dass Mund zu Mund übertragen wird. Es ist so groß, dass es scheint als würde es seinen Wirten den Körper sprengen. Dabei ist die Kreatur so gut gemacht, dass sie auch 30 Jahre später noch überzeugend und ekelerregend aussieht. Hohe Special-Effect-Kunst.
Super-Agent Kyle MacLachlan, der so bubihaft aussieht wie Michael J. Fox in den 80ern, liefert eine ordentliche Leistung ab, sein Polizisten-Kompagnon gespielt von Michael Nouri kann ebenfalls gefallen. Die vom Alien befallenen Menschen haben mitunter einen dümmlichen Geschichtsausdruck, der irgendwie an Al Bundy erinnert. Doch obwohl das Absicht ist, wirkt es manchmal schon etwas albern und deplatziert und nicht, wie wohl von Regisseur Jack Sholder intentioniert, bedrohlich.
Dass das Drehbuch kein Geniestreich ist, wird wohl nicht wundern. Wenn das Alien tatsächlich so clever wäre, wie ihm nachgesagt wird, dann würde es sich wohl kaum jedesmal so schnell auf die Schliche kommen lassen - aber dann wäre das Tempo von "The Hidden" auch bei weitem nicht so überraschend hoch.

Kaum Horror-Elemente
Obwohl oftmals als trashiges Horrorfilm-Juwel gefeiert, so geht die Inszenierung doch mehr in Richtung Actionfilm. Die Atmosphäre ist zwar beständig düster, aber bis auf die mysteriöse Kreatur gibt es kaum Horror-Elemente. Auch die Gewaltszenen sind nur selten der übliche Splatter, der Fokus liegt deutlich mehr auf blutigen Schießereien. Lediglich die Körperwechsel erzeugen Blut, das nicht von einer Schusswaffe verursacht wird.
"The Hidden - Das unsagbar Böse" ist eine Mischung aus Action und Horror von einer höheren Qualität und mit einem höheren Budget produziert als für trashige 80er-Jahre-Filme üblich. Zwar gibt die Handlung nicht viel her, aber der Film macht einfach Spaß, weil keine Sekunde vergeudet wird. Highlights sind definitiv die wenigen Szenen, in denen das Alien die Körper wechselt.

Fazit: 60 %

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