11. September 2016

Devil's Candy, The

© Snoot Entertainment

Regie: Sean Byrne
Land / Jahr: USA 2015












Der Maler und Metal-Fan Jesse Hellman (Ethan Embry) erfüllt sich und seiner Familie den Traum vom Eigenheim: In einem hübschen Häuschen abseits der Straße erhofft er sich endlich genügend Zeit für seine Kunst zu haben. Der geisteskranke Ray Smilie (Pruitt Taylor Vince), der früher mit seinen Eltern in dem Haus lebte, macht den Hellmans allerdings das Leben wortwörtlich zur Hölle.

Metal kann Leben retten
Heavy Metal und Horror trennen ja nicht unbedingt Welten. Harte Filme und harte Guitarren-Rhythmen passen einfach gut zusammen. Das findet auch Regisseur Sean Byrne, der der Musik einen großen Slot in seinem kleinen Horrorstreifen "The Devil's Candy" bereit hält und letztendlich beweist, dass Heavy Metal Leben retten kann.
Mit seinem Erstling "The Lovely Ones" (2009) bewies Byrne, dass er ein Händchen dafür hat, das Horrorgenre mit ein paar guten Ideen anzureichern. Das gelingt ihm in "The Devil's Candy" zwar nicht so häufig, aber immer mal wieder gibt es kreative Momente, aufmerksame Zuschauer können ein paar nette Details entdecken wie beispielsweise den infernalen Galeristen.
Direkt ab der ersten Szene mit den Hellmans, als Vater, Mutter und die Heavy-Metal-Tochter Zooey (Kiara Glasco) gemeinsam zum Besichtigungs-Termin des Hauses fahren, schließt man die unkonventionelle Familie ins Herz - ein Vater, der mit seinem Sprößling gemeinsam im Auto headbangt macht schon Spaß.
Weniger Zuneigung vom Publikum gibt es für den zurückgebliebenen Ray, der gerne mal nachts im Hotel zur E-Gitarre greift, um die Stimmen in seinem Kopf zu übertönen. Auch sonst ist Ray ähnlich konsequent, er will zurück in das Haus seiner Eltern und legt sich zu Teenagerin Zooey ins Bett, die dafür genauso wenig Verständnis hat wie ihre Eltern.

Kitsch beim Showdown
Abseits von ein paar netten Seiten im Drehbuch hält sich "The Devil's Candy" aber doch mehr an Genre-Konventionen als Byrnes Vorgängerfilm "The Lovely Ones". Das Finale ist ein wenig kitschig geraten, Horrormomente gibt es zwar, aber nur in ganz kleinen Dosen. "The Devil's Candy" ist erstaunlich massentauglich geraten.
Sean Byrne macht mit seinem zweiten Streich einen Schritt zurück. An den Figuren liegt es nicht, die Familie Hellman ist recht charismatisch und auch Antagonist Ray liefert eine unheimliche Performance ab. Allerdings braucht "The Devil's Candy" etwas zuviel Anlauf, bis es endlich losgeht. Das Finale ist nicht nur zu albern geraten, auch die CGI-Flammen sind von minderer Qualität. Insgesamt ist "The Devil's Candy" aber nette, durchschnittliche Unterhaltung.

Fazit: 45 %

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