12. Oktober 2016

Virus - Schiff ohne Wiederkehr

© Concorde

Regie: John Bruno
Land / Jahr: USA, Großbritannien, Deutschland, Japan, Frankreich 1999











Die Crew eines kleinen Schleppers steht vor dem ganz großen Geld. Denn sie finden auf hoher See ein verlassenes rusissches Forschungsschiff. Sie müssen es nur noch sicher in einen Hafen bringen, dann können sie das Millionen-Objekt für sich beanspruchen. Aber es gibt einen guten Grund, dass nichts mehr auf dem Schiff lebt ...

Extrem hoher Trash-Faktor
"Terminator" und "Robocop" sind absolute Kultfilme und nur drei Jahre vor "Virus" gelang Roland Emmerich mit "Independence Day" der ganz große Wurf. Was kann denn dann schon schief laufen, wenn man diese erfolgsversprechende Mischung mit ein paar Hollywood-Großkalibern mischt? Die Produzenten von "Virus" haben ihre Rechnung aber nicht mit Regisseur John Bruno und Drehbuchautor Chuck Pfarrer gemacht.
Das Duo hat dieses Horror-Sci-Fi-Action-Flagschiff nämlich mit voller Wucht vor die Wand gefahren. Als wäre die Idee das Schiff in die Gewalt eines außerirdischen Elektro-Virus' zu verfrachten nicht schon trashig genug, gaben die Filmemacher der unsichtbaren Bedrohung die Fähigkeit Menschen mit Maschinen zu kreuzen. Und das macht nur ganz selten Sinn.
Immer wieder trachten kleines Elektro-Ungeziefer und große Robocop-Terminator-Kreuzungen Jamie Lee Curtis, William Baldwin und ihren Kollegen nach dem Leben. Immer wieder kommen die Protagonisten davon, ganz einfach weil die Maschinen nicht konsequent sind und gerne ein bisschen diskutieren, anstatt sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Dieser Schwachsinn wirkt oftmals wie eine Vorahnung auf die katastrophal lächerliche "Transformers"-Reihe.

Katastrophales Einspielergebnis
Im alten Jahrtausend waren die Kinozuschauer allerdings noch nicht so stumpf auf minderwertige Unterhaltung gepolt wie es heutzutage der Trend ist. Damals erzielten katastrophale Großproduktionen noch katastrophale Einspielergebnisse und dieses Schicksal traf "Virus" besonders hart: Bei für damalige Verhältnisse gigantischen Produktionskosten von 75 Millionen Dollar haben sich die Geldgeber sicherlich ein besseres Einspielergebnis als die gerade einmal 14 Millionen Dollar erhofft, die der Film letztendlich an den US-Kassen wieder einbrachte.
Der Mega-Flop "Virus" bietet pure Trash-Unterhaltung für richtig dickes Geld. Selten machen die Wendungen Sinn, schon die Grundhandlung ist an Naivität kaum zu überbieten. Interessant ist hier vor allem, wie sehr der Film an die "Transformers"-Reihe erinnert, die zwar noch schlechter, dafür aber sensationell erfolgreich ist.

Fazit: 30 %

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