29. November 2016

31

© Tiberius

Regie: Rob Zombie
Land / Jahr: Großbritannien, USA 2016












"31" heißt das tödliche Spiel, bei dem eine Gruppe zwölf Stunden lang versuchen muss, gnadenlosen Mörder-Clowns aus dem Weg zu gehen, um die Freiheit zu gewinnen. Dabei ist den Hobby-Schlachtern jedes Mittel recht und keine Waffe zu fies, um den Gefangenen nach dem Leben zu trachten. Wer wird das morbide Spiel überleben?

Zwei Einstiegsfilme, zwei Remakes, zwei Schlaftabletten
Rob Zombie war bereits 18 Jahre lang im Heavy-Metal-Business erfolgreich, als der passionierte Horrorfilm-Sammler auf die Idee kam, selbst als Regisseur tätig zu werden. Auf zwei ordentliche eigene Ideen ("Haus der 1000 Leichen" und "The Devil's Rejects"), folgten 2007 und 2009 zwei Remakes der ersten beiden Teile des Genre-Klassikers "Halloween". Zusammen mit "The Lords of Salem" scheint "31" ebenfalls eine Dilogie zu bilden.
Wie üblich ist der Filmemacher Rob Zombie nicht nur als Regisseur, sondern auch als Drehbuchautor verantwortlich. War "The Lords of Salem" für Zombie-Verhältnisse nicht nur blutarm, sondern auch noch ziemlich langatmig, so setzt "31" nur zweiteren Aspekt spektakulär fort. Der Clown-Killerfilm verschüttet zwar jede Menge roten Sirup, steigert aber auch noch die Langeweile. Noch nie ist Rob Zombie derart unbedeutend und nervtötend vulgär gewesen.
Das Spiel "31" - eine Mischung aus "Saw" und "Running Man" - hat Regeln, die niemanden interessieren. Das einzige, was im Hinterkopf bleibt: Zwölf Stunden überleben und gut ist. Kaum Atmosphäre, keine Spannung, selbst die Actionszenen sorgen nicht dafür, dass der Herzschlag den Ruhepuls verlässt. Das ist schon arg traurig.

Billigste Provokation
Die Figuren sind blass - ob die Guten oder die Bösen überleben, das ist dem Zuschauer gänzlich egal. Zombie will möglichst viele unterschiedliche Bösewichte etablieren; die sehen aber allesamt nicht wie fiese Killer aus, sondern wie Schauspieler, die Kostüme tragen. Erzwungen bunt, erzwungen skurril - da springt kein Funke über.
Auch die Sprüche sind pseudo-böse. Es wird übelst geflucht, ein Killer kommentiert den Fakt, dass noch mehrere Stunden übrig sind zum Killen, mit einem gewollt fiesen: "In der Zeit könnte ich deine gesamte Familie auslöschen." Das ist dumm, das ist billig, das ist lächerlich. Selten fiel in einem Film derart auf, dass der Regisseur nur provozieren will und selten prallt das so kläglich am Zuschauer ab.
Rombie Zombie verstand sich anfangs noch als kreativer Horror-Filmer, mittlerweile braucht er aber drei Jahre für ein neues Werk und dabei kommen völlig unkreative, vulgäre und - und das ist am schlimmsten - langweilige Genre-Filme bei rum. War "The Lords of Salem" schon öde und bedeutungslos, ist "31" dazu sogar noch stillos. Rob Zombie sollte aufhören, Filme zu machen, wenn ihm noch nicht einmal mehr durchschnittliche Genre-Beiträge gelingen.

Fazit: 25 %

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