22. Januar 2017

Mighty Ducks 3 - Jetzt mischen sie die Highschool auf

© Disney

Regie: Robert Liebermann
Land / Jahr: USA 1996












Die Grundschulzeit ist zu Ende für die Ducks, aber es ergibt sich die Möglichkeit, gemeinsam als Team auf die Eliteschule Eden Hall Academy zu wechseln. Doch dort müssen sich die jungen Eishockeyspieler nicht nur mit ihrem neuen Coach Ted Orion (Jeffrey Nordling) auseinandersetzen, sondern auch mit dem überheblichen Oberstufen-Team und der Schulleitung.

Martin Sheens Tauschgeschäfte
Nachdem in den ersten beiden Teilen noch Emilio Estevez einen charismatischen Coach mit Ecken und Kanten spielen durfte, so muss er sich bei Teil drei auf die Ersatzbank setzen. Estevez kommt nur in einer handvoll Szenen vor und wird von dem wesentlich blasseren Jeffrey Nordling ersetzt. Kein Wunder: schließlich wollte Martin Sheens Sohn sich mit diesem wortwörtlichen Gratis-Auftritt die Unterstützung für seinen eigenen Film "The War at Home" sichern.
Estevez konnte sich wohl nicht so richtig mit diesem Franchise-Film identifizieren, ist die gesamte "Ducks"-Trilogie doch einfach nur ein billiger Werbegag für die echten Enten, die "Mighty Ducks of Anaheim". Und genau dazu degradiert Regisseur Robert Liebermann sein Werk, sodass es genauso wie Teil 2 zum reinen Retorten-Produkt degeneriert.
Das Drehbuch ist aber noch weitaus übertriebener und lächerlicher geschrieben als die beiden Vorgänger. Das Eishockey-Spiel, bei dem die Ducks noch eine 9-Tore-Führung herschenken ist einfach nur billig. Es gibt Dinge, die unwahrscheinlich sind. Es gibt Dinge, die unmöglich sind. Aber das ist einfach nur absurd. Und wer denkt, dass wäre der einzige Schwachsinn in "Mighty Ducks 3 - Jetzt mischen sie die Highschool auf", der täuscht sich gewaltig.

Ein reiner Werbefilm
Der gesamte Film ist leider völlig unausgegoren und zielt ausschließlich darauf ab, jüngeren Zuschauern kurzweilige Unterhaltung zu bieten. Das bedeutet natürlich auch, dass sich so ziemlich gar nichts unterhalb der dünnen Eis-fläche befindet. Die Ducks sind mittlerweile nur noch ein 104-minütiger Werbefilm.
Ein Drehbuch aus dem Happy Meal, ein äußerst dürftiger Ersatz für Emilio Estevez und ein paar halbgare Gags: das ist alles, was beim dritten "Mighty Ducks"-Film noch von dem Franchise übriggeblieben ist. Gott sei dank, war dann aber auch Schluss (von der unterirdischen "Mighty Ducks"-Zeichentrickserie mal abgesehen, die es lediglich auf eine einzige Staffel brachte).

Fazit: 30 %

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