15. Januar 2017

Eroberung des Weltalls, Die

© Alive

Regie: Byron Haskin
Land / Jahr: USA 1955












Samuel T. Merritt (Walter Brooke) wird eine besondere Ehre zuteil: Er soll zum General befördert werden. Dafür ändert sich aber auch die Mission seines Raumschiffes, denn anstatt einer verhältnismäßig angenehmen Landung auf dem Mond, soll es nun ein Trip zum Mars werden - ein weitaus gefährlicheres Unterfangen.

Schneeballschlacht
Im Jahr 1955 waren Weltraumfilme noch abenteuerlichere Science-Fiction als heutzutage, schließlich fand die angebliche Mondlandung erst 1969 statt. Eine Mondmission wäre also in "Die Eroberung des Weltalls" auch schon ein echtes Abenteuer. Dann kommt aber die Beförderung zum General der Geschichte in den Weg und aus der Mond- wird eine Mars-Mission - eine Zusatzportion Sci-Fi gibt es also.
Dabei gibt es natürlich einigen physikalischen Blödsinn, wie das bei Filmen dieser Ära noch wesentlich ausgeprägter ist, als bei modernen Spielfilmen. Highlights sind einerseits die paffenden Astronauten, die während des Kinoprogrammes an Bord des Raumschiffes auch gerne einmal ein Pfeifchen rauchen. Ein weiterer Absurditäts-Höhepunkt ist der Schneefall auf dem Mars, der den Roten Planeten  - selbstverständlich genau zu Weihnachten - zum Weißen Planeten macht. Auslöser für eine ordentliche Schneeballschlacht zwischen den Astronauten.

Unzufriedener Ausstatter
Während diese Logik-Fehler aufgrund ihrer grenzenlosen Naivität schon wieder richtig charmant sind, wirken die erzwungenen Suspense-Momente leider oftmals deplatziert. Inklusive Vor- und Abspann läuft "Die Eroberung des Weltalls" gerade einmal 81 Minuten und da ist es schon ein Armutszeugnis, dass es Regisseur Byron Haskin nicht schafft, die kurze Laufzeit für ordentliche Unterhaltung zu nutzen.
Damals, 1955, waren die Spezialeffekte vom allerfeinsten: "Dramatische Effekte, die niemals zuvor erreicht wurden", verspricht das US-Poster. Und man muss wirklich sagen, dass das Department tolle Arbeit geleistet hat. Auch wenn Chesley Bonestell, der Ausstatter des Filmes, der als "Vater der Modernen Weltraumkunst" gilt, mit der Gestaltung der Marsoberfläche nicht zufrieden war und angeblich den Film niemals gesehen hat.
"Die Eroberung des Weltalls" ist optisch auch heute noch ein nettes, wenn auch grenzenlos navies Weltraum-Abenteuer, inhaltlich ist er aber trotz seiner gerade einmal knapp 81 minütigen Laufzeit aber hin und wieder in die Länge gezogen. Unter dem Strich unbedeutende, wenig ereignisreiche Science-Fiction.

Fazit: 40 %

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