5. Januar 2017

Verschwinden der Eleanor Rigby, Das

© EuroVideo

Regie: Ned Benson
Land / Jahr: USA 2014












Eleanor (Jessica Chastain) und Conor (James McAvoy) sind glücklich miteinander verheiratet. Als sie sich von einer Brücke stürzt und nach ihrem Krankenhausaufenthalt nicht mehr mit Conor spricht, ist die Welt der beiden völlig aus den Fugen geraten. Conor versucht sich mit seiner Frau auszusprechen, aber Eleanor weiß nicht, wo sie im Leben steht.

Einsame Beatles
"Eleanor Rigby" ist ein Song der Beatles, den Paul McCartney geschrieben hat. Er handelt von einem einsamen Mädchen. So wirklich einsam ist Eleanor in diesem Spielfilm nicht, sie macht sich eher einsam und rar. Die Menschen um sie herum geben sich jede Menge Mühe, um die traurige Frau wieder aufzurichten.
Denn das harte Schicksal, was ihr und auch ihren Ehemann Conor widerfährt, ist der Grund, weswegen sich Eleanor das Leben mit dem Brückensprung nehmen will. Das dem so ist, muss der Zuschauer in dem unchronologisch erzählten Drama erst herausfinden. Eines ist aber eine schnelle Enttäuschung: Das was verheißungsvoll wie ein Thriller oder Mysteryfilm anfängt, endet als trockenes Drama.

Ein ungleiches Paar
Eleanor versucht zu sich selbst zu finden, versucht wieder zu studieren und geht Conor dabei aus dem Weg. Bis auf jede Menge Selbstmitleid setzt ihr Gatte aber auch nicht viel ein, um seine Frau zurückzugewinnen. Erschwert wird dies dadurch, dass der leicht räudige James McAvoy nicht so recht zur der zarten Jessica Chastain passt.
Nachdem klar ist, worum es hier eigentlich geht und was das Problem ist, werden pausenlos Dialoge aneinandergereiht. Dabei hätten vor allem diejenigen zwischen Eleanor und ihrer neuen Professorin Friedman (Viola Davis) der Schere zum Opfer fallen können, da diese sich einfach nur im Kreis drehen.
Die erste halbe Stunde ist "Das Verschwinden der Eleanor Rigby" noch sehr interessant und spannend, sobald der Zuschauer aber hinter das Geheimnis dieser unglücklichen Ehe gekommen ist, verliert der Film schnell an Fahrt. Das Drehbuch hätte Potential für mehr gehabt, dazu hätte es allerdings auch einer strafferen Regie und besseren Darstellerleistungen bedarft.

Fazit: 55 %

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